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ZIA: Wohnungsbaugenehmigungen gehen stark zurück

Der Wohnungsmangel in Deutschland ist besonders in den Metropolregionen weithin bekannt. Trotzdem geht der Neubau von Wohnungen derzeit zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Um diesen Trend umzukehren, muss die Politik aktiv werden.

Um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, ist laut ZIA ein tiefgreifender Abbau der Bürokratie notwendig.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden laut Statistischem Bundesamt 256.821 Wohnungen genehmigt, was einen Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (276.297 Genehmigungen) bedeutet.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass dem Wohnungsbau jetzt die Puste ausgeht. Die Immobilienmärkte der Groß- und Universitätsstädte sind nach wie vor angespannt, dieses Problem müssen wir schnell und kreativ meistern“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

Anhand der Zahlen sei es offensichtlich, dass eine schnelle Entscheidung der Sondierungsgespräche [1] zwischen Union, FDP und Grünen nötig sei, um das Klima für Baumaßnahmen und Investitionen zu verbessern.

Mehr Anreize statt Bürokratie

Dem ZIA zufolge ist die Immobilienwirtschaft bereit für neue Bauvorhaben, braucht dafür jedoch ein besseres Umfeld durch neue Anreize und eine verringerte Bürokratie.

„Wir benötigen wir schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau. Die Erhöhung der linearen AfA von derzeit zwei auf mindestens drei Prozent ist überfällig”, fordert Mattner und kritisiert zudem Mietpreisbremse und hohe Grunderwerbsteuersätze [2].

Um das angestrebte Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen pro Jahr erreichen zu können, sei es zudem nötig die Zahl geltender Bauvorschriften zu reduzieren, da die über 20.000 momentan existenten Vorschriften das Umfeld unnötig verkomplizieren.

Verschiedene Nutzungsarten beachten

Darüber hinaus fordere der ZIA, neben der Wohnraumverknappung auch die anderen Nutzungsarten im Blick zu behalten, da die Schaffung von Wohnraum nicht auf Kosten von neuen Büro-, Handels- oder Logistikflächen [3] geschehen dürfe.

Dann steuern wir von einem Notstand in einen weiteren, der einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für unsere Städte bedeuten könnte“, ergänzt der ZIA-Präsident. (bm)

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