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Baubranche: Auch dieses Jahr nicht genug Wohnungen gebaut

Im Kampf gegen steigende Mieten und Wohnungspreise hat es laut Baubranche auch in 2018 nicht genug Neubau gegeben. Die Zahlen reichen nicht aus, um das Wohnungsbauziel der Bundesregierung zu erreichen. Weitere Anreize seien notwendig.

Das Wohnungsangebot liegt vor allem in den Ballungsräumen deutlich unter der Nachfrage.

“Wir dürften im laufenden Jahr rund 300.000 Wohnungen erstellen”, sagte Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, am Montag in Berlin. Im nächsten Jahr werde die Zahl auf 315.000 bis 320.000 steigen.

Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2021 rund 1,5 Millionen neue Wohnungen [1] zu schaffen. Gleichmäßig aufs Jahr gerechnet, entspräche das 375.000 Wohnungen. Notwendig sind aus Sicht der Baubranche weitere steuerliche Erleichterungen und mehr günstiges Bauland.

Anreize für den Wohnungsbau gefordert

Nach Einschätzung des Branchenverbands ZIA sind weiterreichende Maßnahmen notwendig, um die Wohnungsbauziele zu erreichen. „Der Jahreswechsel sollte auf Seiten der Politik dazu genutzt werden, eine wirkliche Bauoffensive 2019 zu starten. Denn zur Schaffung von Wohnraum gehört auch die Schaffung von Anreizen: Etwa die Einführung einer steuerlichen Abschreibung für die energetische Gebäudesanierung, eine Vereinfachung des Baurechts und mehr Effizienz bei Planungs- und Baugenehmigungen. Ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz für den Gebäudesektor muss im Jahr 2019 weit oben auf der politischen Agenda stehen“, so Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. (dpa-AFX / bk)

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