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Baufinanzierung: Details werden häufig unterschätzt

Entgegen der Erwartung vieler Häuslebauer deckt die Immobilienfinanzierung allein bei weitem nicht alle kurzfristigen Ausgaben für das zukünftige Eigenheim ab. Dem Portal Baufi24 zufolge wird das komplette Spektrum kleinerer Nebenkosten häufig erst später klar.

Wird die Immobilienfinanzierung sehr knapp berechnet, können auf den ersten Blick profane Dinge zur finanziellen Herausforderung werden.

“Es fängt beim passenden Umzugsunternehmen an, geht bei der Möblierung weiter und endet beim plötzlich benötigtem Rasenmäher. Summa Summarum entsteht so unter Umständen ein hoher Betrag, mit dem niemand vorher gerechnet hat”, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24.

Sei der Traum vom eigenen Haus erstmal erfüllt, so müssen Immobilienbesitzer [1] gerade am Anfang des neuen Lebensabschnitts aufpassen. Besonders bei einem Haus kommen Kosten auf die Besitzer zu, die vorher vielleicht nie eine Rolle gespielt haben.

Knappe Finanzierung birgt Risiken

Zu derartigen Mehrkosten können unter anderem der Erschließungsbeitrag für das Grundstück, Deko zur Erzeugung der richtigen, heimischen Atmosphäre oder auch schlicht die Möblierung des vergrößerten Wohnraums zählen.

Scharfenorth ergänzt: “Es sind auf den ersten Blick profane Dinge wie beispielsweise längere Kabel, ein weiteres Regal oder Equipment für die Gartenpflege. Berechnen Kreditnehmer von Beginn an die Finanzierung [2] sehr knapp, entsteht die Gefahr, dass diese ins Wanken gerät.”

Ob nun im Haus oder in einer Wohnung: Mängel wie Schimmel hinter der Tapete, lecke Rohre oder verlorene Schlüssel können laut Baufi24 zu unerwarteten Reparaturkosten und einer zeitaufwendigen Suche nach passendem Ersatz führen. Auch beim Umzug beschädigte Möbelstücke oder Elektrogeräte erfordern meist schnell Alternativen.

Über mögliche Modernisierungen informieren

“Damit der Kredit und der sehnlichst erwartete Einzug in die Traumimmobilie [3] nicht zu einem Fiasko werden, dürfen Eigentümer im Finanzierungsplan nicht nur die klassischen Nebenkosten – wie Notargebühren oder Steuern – berücksichtigen”, so Scharfenorth.

Gehöre die Wohnung zu einer Gemeinschaft, so sei es sinnvoll sich im Voraus über mögliche Modernisierungsmaßnahmen in naher Zukunft zu informieren, die die monatliche Belastung gravierend erhöhen würden.

Zu den Faktoren die schon von vornherein in die Planung einfließen sollten, zählen laut Baufi24 außerdem der verfügbare Stauraum falls die neue Wohnung über keinen Keller verfügt, sowie ausreichender Sonnenschutz, besonders in den wärmeren Monaten. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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