30. April 2018, 16:00
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Büroknappheit – unterschätzte Gefahr für die Wirtschaft

Berlin ist einer der unangefochtenen Hotspots für Startups und junge Unternehmen. Der Startup Monitor 2017 verzeichnet, dass knapp 17 Prozent der deutschen Startups ihren Hauptsitz in Berlin angegeben haben. So ist auch das Interesse der Investoren ungebrochen. Die Welt berichtete, dass im ersten Halbjahr 2017 um die 1,5 Milliarden Euro in junge Unternehmen investiert wurden. Nach einer Finanzierung ist eine Expansion der nächste logische Schritt. Neue Mitarbeiter sollen eingestellt und das Angebot erweitert werden. Für ein größeres Team wird aber auch mehr Platz benötigt. Dem aktuellen Trend des Co-Working ist das Unternehmen dann schnell entwachsen, da es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr praktikabel ist.

Vorausschauend planen, um wirtschaftlichen Stillstand zu verhindern

Da Unternehmen immer zukunftsorientiert denken müssen, empfiehlt McMakler seinen Gewerbekunden daher vorauszuplanen. Punktuelles Suchen führt dazu, dass durch das Nichtvorhandensein eines neuen Objekts, wirtschaftlicher Stillstand droht. Gerade für schnell wachsende Startups ist es deshalb ratsam, schon frühzeitig mit der Suche zu beginnen und auch Räumlichkeiten in Betracht zu ziehen, die für die momentanen Bedürfnisse zu groß sind. Um die Bürofläche zu finanzieren, können übrige Räumlichkeiten untervermietet werden. So ist neue Fläche verfügbar, sobald sie benötigt wird. Große und überregional agierende Maklerfirmen haben ein gutes Kontaktnetz und können Interessenten mit Eigentümern zusammenführen, die solche Modelle ermöglichen.

Verknappung spitzt sich zu

Es wird deutlich, dass sich die Verknappung an Büroflächen gefährlich zuspitzt. Die Immobilien, die 2018 fertig gestellt werden sollen, sind bereits zu 60 Prozent vermietet. Weitere Büro-Neubauprojekte sollen bis 2022 folgen. Ein Gutteil dieser Fläche ist allerdings auch bereits vermittelt. Projekte, wie die Nutzung des Flughafens Tegel, auf dem Raum für aufstrebende Startups entstehen soll, hängen dagegen noch in der Luft, obwohl sie dem geringen Angebot an Bauland entgegenwirken würden.

Autor Lukas Pieczonka ist Gründer und Geschäftsführer des deutschlandweit tätigen Immobiliendienstleister McMakler, der traditionelle Maklerdienstleistungen um innovative Kommunikations- und Vermarktungstechnologien ergänzt.

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