12. Februar 2018, 10:30
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Chancen an Rhein und Neckar

Der Prognos-Zukunftsatlas 2016 bestätigt Heidelberg die bundesweit besten Zukunftsaussichten im Bereich “Wirtschaft und Arbeitsmarkt“. Zudem steht die Stadt mit ihren Angeboten in den Bereichen Kinderbetreuung, Schule und Familie bundesweit an der Spitze.

Das macht Heidelberg als Wohnstandort so anziehend. Nach derzeitiger Prognose wird die Stadt bis zum Jahr 2020 um weitere 9.000 Menschen wachsen.

Für sie entstehen derzeit zwar neue Stadtteile und Quartiere in der Bahnstadt und auf den ehemaligen Flächen der US-Armee, angesichts von durchschnittlich 600 fertiggestellten Wohnungen jährlich ist in den kommenden Jahren jedoch kaum mit einer Bedarfsdeckung auf dem Heidelberger Wohnungsmarkt zu rechnen.

Landau: Aufstrebende Schwarmstadt

Vergleichsweise entspannt, aber dennoch für Kapitalanleger interessant, ist der Wohnungsmarkt von Landau. Die aufstrebende Wein- und Universitätsstadt, im Herzen der landschaftlich reizvollen Südpfalz gelegen, ist mit 45.000 Einwohnern mittelständisches Dienstleistungs- und Einkaufszentrum für einen Einzugsbereich von rund 250.000 Menschen.

Die Einwohnerzahl der Südpfalzmetropole, wie Landau gern genannt wird, dürfte auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Landau gilt als Schwarmstadt mit besonderen Stärken im Dienstleistungsbereich, der Automobilzuliefererindustrie, im Druck- und Verlagswesen sowie der Software- und Technologiebranche.

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen legten in Landau im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent zu. Die Neubaumieten verteuerten sich um 6,5 Prozent.

Fokus auf kleine und mittlere Wohnungen

Bei Mieten von 7,84 Euro pro Quadratmeter im Bestand beziehungsweise 9,42 Euro pro Quadratmeter im Neubau fallen die Bruttomietrenditen für Bestandswohnungen mit durchschnittlich 4,9 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent im Neubau im Bundesvergleich hoch aus und haben in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zugelegt.

Unterm Strich ist Landau in der Pfalz für Käufer einer Bestandswohnung als Anlageimmobilie aufgrund der Mietrendite besonders attraktiv.

Volatile beziehungsweise leicht rückläufige Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser signalisieren zugleich, dass sich Anleger an Standorten wie Landau überwiegend auf kleinere und mittlere Wohnungen in den zentralen Lagen fokussieren sollten.

Interessant für alle Altersklassen

Familien mit Kindern suchen in Rhein-Neckar eher nach einem Haus mit Garten und finden ein gemessen an den innerstädtischen Wohnungspreisen günstiges und reichhaltiges Angebot an Eigenheimen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren, mal mehr, mal weniger weit von dem gewünschten Standort entfernt. Dagegen ziehen ältere Paare und Einpersonenhaushalte wie beispielsweise Studenten häufig in die urbanen Kerne.

Die einen suchen dort eine gute Nahversorgung, ärztliche Versorgung und eine gute Verkehrsanbindung, die andern möchten gern möglichst nahe an ihrer Hochschule wohnen.

Wohnungen zwischen 30 und 60 Quadratmeter lassen sich dort jetzt und in Zukunft immer vermieten. Denn auch in Rhein-Neckar ist die Versinglelung längst gesellschaftliche Realität.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2019.

Autor Peter Buhrmann ist Vorstand der Alpha Real Estate Group in Mannheim.

Foto: Shutterstock

 

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