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Ferienimmobilien: “Gute Renditeaussichten”

Über die Eignung von Ferienimmobilien als Kapitalanlage, die Ansprüche von Käufern und Urlaubern an ein Urlaubsdomizil sowie wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Vermietung sprach Cash. mit Aye Helsig, Regional Director Central Europe des Vermietungsportals Fewo-direkt.

Aye Helsig, Fewo-direkt: “Das Kaufmotiv Altersvorsorge steht an erster Stelle.”

Cash.: Eine steigende Zahl von Bundesbürgern legt sich eine Ferienimmobilie zu. Welche Kaufmotive beobachten Sie dabei?

Helsig: Ein seit Jahren wichtiges Kaufmotiv beim Erwerb von Ferienimmobilien [1] ist die Eigennutzung und Vermietung. Gerade bei Investoren, die ihre Ferienimmobilie bis zum Jahr 2010 erworben haben, war dies der Hauptgrund, sich ein eigenes Urlaubsheim zuzulegen (63 Prozent).

In den vergangenen Jahren aber dominiert das Kaufmotiv Altersvorsorge für Käufer von Ferienimmobilien am Standort Deutschland, wie unsere diesjährige “Marktstudie private Ferienimmobilien“ zeigt.

Mehr als die Hälfte der Eigner hierzulande (56 Prozent) hat sich ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung zugelegt, um für das Alter vorzusorgen. Von den Befragten geben 55 Prozent an, sich die Immobilie zur Eigennutzung und Vermietung gekauft zu haben und ein Drittel (34 Prozent) zur Erwirtschaftung von Mieteinnahmen und Gewinn.

Interessant ist dabei, dass es hier einen Unterschied zwischen Käufern im Inland und im Ausland gibt: Während bei Ferienimmobilien hierzulande Rentabilitätsaspekte vorangestellt werden, stehen für den Erwerb ausländischer Ferienimmobilien persönliche Interessen im Vordergrund.

Für drei von vier Investoren im Ausland [2] ist die eigene Nutzung und Vermietung die stärkste Kaufmotivation. Ein Viertel möchte sich zudem auch in der Ferienimmobilie zur Ruhe setzen. Das gaben nur zwölf Prozent der Käufer deutscher Ferienimmobilien an.

Hat der Anteil derjenigen Käufer, die mit der Vermietung der Immobilie einen Gewinn erzielen möchten, zugenommen?

Tatsächlich hatte nur etwa ein Viertel derjenigen, die ihre Ferienimmobilie bis 2010 erwarben, die Mieteinnahmen und die Gewinnerwirtschaftung im Sinn. Das sieht für Käufer, die ihre Immobilie [3] ab 2011 erwarben, anders aus.

Hier wollte bereits ein Drittel der Befragten mit ihrem Objekt Mieteinnahmen erzielen und auch einen Gewinn erwirtschaften. Das zeigt eindeutig, dass Rentabilitätsaspekte seit einigen Jahren wichtige Treiber für Ferienimmobilienkäufe sind.

Seite zwei: Welche Renditen sind zu erwarten? [4]

Mit welchen Renditen können Eigentümer von Ferienimmobilien rechnen?


Zu erzielende Bruttorenditen hängen natürlich stark vom Standort, dem dort zu zahlenden Kaufpreis und den möglichen Mieteinnahmen ab. Für Letztere ist zudem die Attraktivität der Immobilie für Urlauber ein wichtiger Faktor.

Generell können wir feststellen, dass in den Ländern, die von deutschen Ferienhausbesitzern als Standort präferiert werden, durchschnittliche Bruttorenditen von bis zu neun Prozent möglich sind.

Dabei liegt Österreich mit durchschnittlich zehn Prozent Bruttorendite noch vor Deutschland [5], dem Lieblingsland deutscher Investoren.

Weit mehr als die Hälfte der Eigentümer hat in Deutschland investiert, mit durchschnittlich neun Prozent Bruttorendite. Aber auch ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Spanien kann sich bei einer Bruttorendite von durchschnittlich acht Prozent lohnen.

Worauf sollten Immobilieneigentümer achten, wenn sie ihr Objekt über Portale wie Fewo-direkt zur Vermietung anbieten?

Wir von Fewo-direkt unterstützen unsere Partner bestmöglich dabei, mit ihrer Immobilie auf unserem Portal erfolgreich zu sein und zahlreiche Gästebuchungen zu generieren. Dieser Erfolg beruht maßgeblich auf der Erfüllung der Bedürfnisse und Erwartungen heutiger Ferienhausurlauber.

Das heißt konkret, dass wir Vermietern [6] beispielsweise zu einer umfassenden Beschreibung des eigenen Objekts mit aussagekräftigen Bildern und der Angabe von Zusatzservices und Ausstattungen raten – so kann das Feriendomizil von Urlaubern auf Fewo-direkt optimal über unsere Suchfunktion und Filter gefunden werden.

Wichtig ist zudem eine schnelle Reaktion auf Fragen von Urlaubern und auch die kontinuierliche Pflege des Buchungskalenders, sodass Urlauber sehr schnell eine Rückmeldung zur Verfügbarkeit der Unterkunft erhalten und diese somit auch schnell buchen können.

Des Weiteren sollten Vermieter ihre Ferienunterkunft online buchbar machen, das heißt, eine sichere Zahlungsmethode über unser Home-Away-Zahlungssystem anbieten sowie die Gästebuchung innerhalb einer 24-stündigen Frist oder per Sofort-Buchungsbestätigung akzeptieren.

Genau das ist es nämlich, was Reisende heute bei der Buchung eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung schätzen, wie eine kürzlich von uns durchgeführte Urlauberbefragung bestätigt. 87 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass diese Art der Ferienhaus-Buchung ihre präferierte sei.

Auf welche Serviceleistungen legen Urlauber Wert, die ein Ferienhaus über ein Portal suchen?

Ferienhausurlaubern geht es heute darum, ein umfassendes, weltweit verfügbares Angebot vorzufinden. Mit mehr als zwei Millionen Unterkünften in 190 Ländern kommen wir diesem Wunsch auf Fewo-direkt [7] nach. Darüber hinaus sollte die Suche wie auch die Buchung eines Feriendomizils so einfach und so schnell wie möglich sein.

Umfassende Nutzerfreundlichkeit ist also ein sehr wichtiger Punkt, den Ferienhausurlauber erwarten und in den wir stetig investieren, um das Buchungserlebnis auf unserer Seite sowohl für Urlauber als auch für Vermieter kontinuierlich zu verbessern.

Seite drei: Anforderungen der Urlauber [8]

Welche Anforderungen stellen Urlauber an eine Ferienimmobilie?

Was die Ferienhäuser und -wohnungen selbst angeht, legen Reisende zunehmend Wert auf eine gute Ausstattung. In unserer diesjährigen Ferienhaus-Urlaubsanalyse, für die wir mehr als 5.000 Fewo-direkt-Urlauber befragten, lag demnach die Ausstattung erstmals als Buchungskriterium vor dem Mietpreis, hinter der Lage und der Region als Buchungskriterien Nummer eins und zwei.

Ein funktionierendes W-Lan ist dabei heute essenziell und wird von 88 Prozent der Ferienhausurlauber als wichtig erachtet. Vor zehn Jahren stand übrigens noch das Satelliten- oder Kabelfernsehen mit 77 Prozent ganz oben auf der Wunschliste.

Bei den Zusatzservices zeigt sich, dass diese für Ferienhaus- und Ferienwohnungsangebote immer mehr im Kommen sind. In der Zukunft wünschen sich die Urlauber beispielsweise einen täglichen Reinigungsservice oder eine tägliche Frühstückslieferung (25 Prozent).

Zudem werden im Zehn-Jahres-Vergleich heute zunehmend größere Feriendomizile [9] gebucht. Im Jahr 2007 gaben neun Prozent der Ferienhausurlauber an, eine Unterkunft mit mehr als 100 Quadratmetern zu buchen, 2017 sagten das bereits 20 Prozent der Befragten.

Das belegt, dass Ferienhäuser und -wohnungen gerade dadurch beliebt sind, dass sie Reisenden genügend Platz und damit auch Privatsphäre bieten – besonders für Familien und Gruppen sind sie deshalb ideal.

Wie wird sich der Markt für Ferienimmobilien Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren entwickeln?


Alles deutet für uns darauf hin, dass Ferienimmobilien auch weiterhin ein beliebtes Investment [10] sein werden. Dafür spricht die Beliebtheit von Ferienhausurlaub auf Gästeseite, die ungebrochen ist und auch weiterhin dafür sorgen wird, dass Vermieter ihre Ferienunterkunft, wenn sie den heutigen Ansprüchen genügt und einen guten Standort hat, gewinnbringend vermieten können.

Dafür spricht ebenso die anhaltend gute Zinslage, die die Finanzierung einer Immobilie attraktiv macht. Und dafür spricht auch, dass Kaufpreis und Mieteinnahmen durchaus in gutem und renditeträchtigem Verhältnis stehen können.

Wichtig für Investoren ist, sich eingehend zu informieren und nicht aus einer Laune heraus zu kaufen. Das heißt vor allem, sich den Markt vor Ort anzuschauen hinsichtlich wichtiger Faktoren wie Kaufpreis, Urlaubernachfrage, Länge der Saison und Nachfrage in der Nebensaison sowie dem Wettbewerb vor Ort und der Urlauber, die die Region bereisen.

Ebenso wichtig ist das Vermietungspotenzial des Objekts und auch, welche Zusatzkosten durch den möglichen Einsatz von externen Dienstleistern hinzukommen. All das sollte in die Kalkulation [11] eingehen.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2019. [12]

 

Interview: Barbara Kößling

Foto: Fewo-direkt

 

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Ferienimmobilien: “Nachfrage deutlich gestiegen” [7]

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