23. November 2018, 10:47
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Immobilienblase: “Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen”

Andererseits steigen die Mieten aktuell nicht mehr so stark wie die Kaufpreise. Empirica weist für die Metropolen ein durchschnittliches Plus von 5,7 Prozent aus. Die Diskrepanz zwischen Miet- und Kaufpreiswachstum führe zu sinkenden Renditen für Investoren.

Hinzu komme, dass sich die Politik mehr und mehr auf striktere Regulierungen des Mietrechts konzentriere. Beispielsweise stehen eine Verschärfung der Mietpreisbremse sowie eine Kürzung der zulässigen Modernisierungsumlage kurz bevor.

Dadurch könne sich das durchschnittliche Mietwachstum noch weiter verlangsamen, was irgendwann auch auf die Kaufpreise durchschlagen dürfte.

Inflation zieht deutlich an

“Der Fokus auf die Mietenpolitik führt allerdings auch dazu, dass der dringend nötige Wohnungsbau einfach nicht ausreichend in Fahrt kommt”, so Prodanovic. “Und der Wohnungsmarkt wird sich erst grundlegend entspannen, sobald genügend Wohnraumangebot zur Verfügung steht.”

Zu anhaltenden Diskussionen in der Immobilienwirtschaft führen außerdem die Themen Inflation und Zinsen. “Die Inflation hat deutlich angezogen, das gibt den Forderungen an die Europäische Zentralbank (EZB), den Leitzins wieder anzuheben, neuen Auftrieb”, meint der Stonehedge-Chef.

Noch liege der Leitzins in der Eurozone auf dem Rekordtief von null Prozent, doch bereits das nächste Jahr könne eine schrittweise Erhöhung bringen. Die USA seien Europa schon einige Schritte voraus, dort betrage der Leitzins bereits 2,0 bis 2,25 Prozent.

Seite drei: Europa verliert im historischen Vergleich

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1 Kommentar

  1. In diesem Artikel sind viele Kriterien genannt, warum der deutsche Wohnungsmarkt in einer Preisblase ist. Diese ist gekennzeichnet von jahrelangen starken Preissteigerungen, lauter guten Gründen, warum diese Preissteigerungen “gerechtfertigt” sind und dem Ausblick, dass zwar die Steigerungen nach vorne hinten kleiner werden, aber es keine Gründe für einen Preisrückgang gäbe.

    Genauso war es bei der Internet- und Technologieblase Ende der 90er Jahre, der Preisblase bei US-Wohnungen Ende des vergangenen Jahrzehnts und der Blase bei den Kryptowährungen, deren Platzen man zur Zeit beobachten kann.

    Wahrscheinlich werden es andere Faktoren als die genannten sein, die zum Platzen der Blase führen, denn die Marktteilnehmer müssen zunächst “überrascht” sein.

    Auch deutsche Wohnungen werden die Schwerkraft der Finanzmärkte nicht aushebeln können. Was hoch fliegt kommt krachend zurück.

    Bleibt nur die Frage: Wann ist es soweit? Nach meinem Dafürhalten sollte man hier nicht in Jahren rechnen. In den kommenden Quartalen (drei, vier ?) könnte es losgehen. Der Grund hierfür: Das Mietpreisniveau ist ausgereizt. Da geht nichts mehr.

    Ach ja, und wer noch einen historischen Vergleich will, der sollte sich mal die Stimmung im Wohnungsmarkt Japans aus dem Jahre 1989 ansehen.

    Kommentar von Volker Arndt — 23. November 2018 @ 15:51

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