23. November 2018, 10:47
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Immobilienblase: “Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen”

Doch selbst wenn die EZB 2019 mit Zinssteigerungen beginnt, bleiben die Zinsen im historischen Vergleich laut Stonehedge noch auf lange Zeit extrem niedrig.

So habe der Leitzins in der Eurozone bis 2008 stets zwischen zwei und fünf Prozent gelegen, und auch zu D-Mark-Zeiten seien die Zinsen nie günstiger gewesen.

Darüber hinaus sei die Kerninflation, die im Oktober in der Eurozone 1,1 Prozent betragen habe, noch weit vom EZB-Ziel von rund zwei Prozent entfernt – die Zentralbank habe also keinen Grund, die Zinserhöhung zu überstürzen.

Außenpolitik als Faktor

Auch die außenpolitische Situation müsse als Faktor bei der Betrachtung der Entwicklung des Immobilienmarkts eingebunden werden.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union steht kurz bevor, und noch immer sind die künftigen Beziehungen nicht geklärt.

Die stete Drohkulisse möglicher Handelskriege zwischen den USA und China oder auch zwischen den USA und der Europäischen Union nähren ebenfalls die Sorge vor einer Abschwächung der Konjunktur.

Seite vier: Wirtschaft läuft weiter auf Hochtouren

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1 Kommentar

  1. In diesem Artikel sind viele Kriterien genannt, warum der deutsche Wohnungsmarkt in einer Preisblase ist. Diese ist gekennzeichnet von jahrelangen starken Preissteigerungen, lauter guten Gründen, warum diese Preissteigerungen “gerechtfertigt” sind und dem Ausblick, dass zwar die Steigerungen nach vorne hinten kleiner werden, aber es keine Gründe für einen Preisrückgang gäbe.

    Genauso war es bei der Internet- und Technologieblase Ende der 90er Jahre, der Preisblase bei US-Wohnungen Ende des vergangenen Jahrzehnts und der Blase bei den Kryptowährungen, deren Platzen man zur Zeit beobachten kann.

    Wahrscheinlich werden es andere Faktoren als die genannten sein, die zum Platzen der Blase führen, denn die Marktteilnehmer müssen zunächst “überrascht” sein.

    Auch deutsche Wohnungen werden die Schwerkraft der Finanzmärkte nicht aushebeln können. Was hoch fliegt kommt krachend zurück.

    Bleibt nur die Frage: Wann ist es soweit? Nach meinem Dafürhalten sollte man hier nicht in Jahren rechnen. In den kommenden Quartalen (drei, vier ?) könnte es losgehen. Der Grund hierfür: Das Mietpreisniveau ist ausgereizt. Da geht nichts mehr.

    Ach ja, und wer noch einen historischen Vergleich will, der sollte sich mal die Stimmung im Wohnungsmarkt Japans aus dem Jahre 1989 ansehen.

    Kommentar von Volker Arndt — 23. November 2018 @ 15:51

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