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Investments: Anleger wenden sich von München ab

Kommt jetzt die Trendwende? In den vergangenen zwölf Monaten sind die Immobilieninvestments in der bayerischen Landeshauptstadt um ein Drittel eingebrochen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

München: Das hohe Preisniveau macht mittelständischen Unternehmen und Start-ups zunehmend zu schaffen.

Die Studie “Emerging Trends in Real Estate: Creating an impact. Europe 2019” von PwC in Zusammenarbeit mit dem Urban Land Institute wird heute in München vorgestellt.

Ihr zufolge wurden im Zeitraum vom vierten Quartal 2017 bis zum dritten Quartal 2018 nur noch vier Milliarden Euro in Münchner Immobilien [1] investiert (Vorjahr: Sechs Milliarden Euro).

Im Ranking der aussichtsreichsten europäischen Städte rutscht die Stadt an der Isar damit vom vierten auf den zehnten Platz ab.

Trotzdem attraktiv als Office-Standort

“Die anhaltenden Preissteigerungen in München haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das es Investoren schwer macht, überhaupt noch lohnenswert zu investieren”, erklärt Susanne Eickermann-Riepe, Partnerin und Leiterin Real Estate bei PwC Deutschland.

“Das Transaktionsvolumen ist gesunken, die Investment-Aussichten sind weniger positiv als noch vor einem Jahr. Trotz allem ist München absolut attraktiv für große Firmenzentralen, insofern gibt es am wichtigsten Office-Standort kein Vorbeikommen. Das hält die Stadt in den Top Ten Europas.”

Eckhard Späth, Leiter des PwC Standorts in München, ergänzt: “Mittelständischen Unternehmen und Start-Ups [2] macht das hohe Preisniveau hingegen zunehmend zu schaffen.”

Seite zwei: “Situation wird zur Wachstumsbremse” [3]

Teure Büroflächen lassen einerseits die Kosten explodieren, und andererseits verschärfen die weiter steigenden Mieten [4] auch den Gehaltswettlauf mit den hier ansässigen Konzernen.

“In Zeiten des Fachkräftemangels kann diese Situation schnell zur Wachstumsbremse werden”, warnt Späth.

Wohninvestments besonders aussichtsreich

Für viele Investoren eine Herausforderung sei auch die Knappheit an geeigneten Anlagemöglichkeiten. Gleichzeitig liege hier jedoch auch eine Chance.

“Sechs der zehn aussichtsreichsten Sektoren für Immobilieninvestments [5] beschäftigen sich mit dem Thema Wohnraum, wie etwa Co-living, Micro-living, Serviced-Appartements, Studentenappartements oder sozialer Wohnungsbau”, s0 PwC-Expertin Eickermann-Riepe.

Seite drei: Hoher Bedarf an Wohnraum [6]

In genau diesen Bereichen gebe es auch in München einen hohen Bedarf. Hier lohne es sich zu investieren, da Wohnraum [7] mehr als knapp sei.

Über 800 Experten befragt

Die Studie “Emerging Trends in Real Estate: Reshaping the future. Europe 2018” stellt die 16. Ausgabe der jährlichen Befragung von PwC und dem Urban Land Institute zu Trends und Entwicklungen der Immobilienbranche dar.

Für den diesjährigen Report wurden 818 Vertreter von Immobilienfirmen, Investmentmanagern, Immobilienentwicklern, Institutionellen Investoren, Kreditgebern, börsengehandelten Immobilienfonds und Bauträgern in Europa befragt. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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