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KfW-Programme zur Energieeffizienz fungieren als Multiplikator

Die KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren führen einem Gutachten zufolge zu Nettomehreinnahmen der öffentlichen Haushalte von bis zu 10,6 Milliarden Euro. Jeder investierte Euro führe zu einer Entlastung um 3,8 bis 5,4 Euro.

Die geförderten Investitionen sparen der Untersuchung zufolge nicht nur Energie, sondern geben auch positive Impulse für die lokale Wirtschaft.

Die öffentlichen Kassen von Bund, Ländern, Kommunen, Sozialversicherungen werden durch die KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren [1] nach einem Gutachten des Forschungszentrums Jülich um bis zu 10,6 Milliarden Euro entlastet.

Jeder investierte Euro wirke dabei wie ein Multiplikator und führt zu einer Nettoentlastung der öffentlichen Kassen um 3,8 bis zu 5,4 Euro. Die KfW-Förderprogramme würden zur Entlastung des Staatshaushalts beitragen, indem sie Erhöhungen der staatlichen Einnahmen oder Reduzierungen der staatlichen Ausgaben bewirken, die die Programmkosten übersteigen.

Impulse für die lokale Wirtschaft

“Die KfW-Förderprogramme wirken – und das gleich doppelt. Die geförderten Investitionen sparen nicht nur Energie, sie geben außerdem positive Impulse für die lokale Wirtschaft. Durch niedrigere Transferleistungen und höhere Einnahmen aus Steuern und Abgaben profitiert davon immer auch der Staat”, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführten KfW-Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren ermöglichen die zinsgünstige langfristige Finanzierung von Investitionen in die Sanierung und den Neubau energieeffizienter wohnlicher, gewerblicher und kommunaler Gebäude. Allein bei Privathaushalten wurden nach Angaben der KfW im Jahr 2016 mehr als 400.000 Wohneinheiten gefördert.

Die Bundesregierung strebt einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand [2] bis zum Jahr 2050 an. Der Bund stellte der KfW für das Förderjahr 2016 Mittel in Höhe von 1,95 Milliarden Euro für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung. Mit den Programmen wurden im betrachteten Zeitraum Investitionen in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro gefördert. Im Gutachten werden hiervon rund 21 Milliarden Euro der Erfüllung höherer Effizienzstandards zugeordnet und als induzierte Investitionen angesetzt. (bk)

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