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Mehrheit der privaten Vermieter war schon mit Mietern vor Gericht

In einer Umfrage von Immobilienscout24 unter privaten Vermietern gaben 62 Prozent an, sich bereits mit einzelnen Mietern im Rechtsstreit vor Gericht getroffen zu haben. Oft gehe es dabei um Fragen wie Renovierungspflichten.

Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern sind keine Seltenheit.

Immobilienscout24 hat rund 1.000 private Vermieter nach Rechtsstreitigkeiten mit Mietern, dem Umgang mit dem Thema Hausverwaltung und der Frage nach dem Erwerb der Immobilien befragt.

Von den privaten Vermietern gaben 62 Prozent an, sich bereits in einem gerichtlichen Rechtsstreit mit einem ihrer Mieter befunden zu haben. „Das ist ein hoher, aber nachvollziehbarer Wert“, kommentiert Stefan Schubert-Peters, der bei Immobilienscout24 für die Produktentwicklung für Privatinserate verantwortlich ist. „Private Vermieter haben oft mehrere Wohneinheiten, weshalb mancher Konflikt für viele Vermieter im Laufe der Jahre eskaliert.“ Dabei gehe es häufig um die Frage nach den jeweiligen Verantwortlichkeiten und Renovierungspflichten [1], zum Beispiel bei Schimmelschäden oder beim Auszug.

Hausverwaltung wird zumeist selbst erledigt

Trotz mancher Schwierigkeiten mit ihren Mietern scheuten viele private Vermieter [2] das Outsourcing der Hausverwaltung. 63 Prozent geben in der Umfrage an, ihre Immobilien selbst zu verwalten. 18 Prozent lassen sich teilweise unterstützen, 19 Prozent vertrauen ganz auf eine Hausverwaltung.

„Private Vermieter verzichten häufig auf eine Hausverwaltung, da sie selbst meist über jahrelange Erfahrungen verfügen – und zudem gern unnötige Kosten sparen“, erklärt Schubert-Peters.

Die meisten Vermieter haben ihre Immobilien selbst gekauft

Bei der Frage, wie man zum privaten Vermieter wird, zeigt sich ein deutliches Bild: 86 Prozent der Eigentümer geben an, die Immobilien zur Vermietung selbst gekauft zu haben. Neun Prozent haben die Immobilie über eine Erbschaft erhalten, weitere fünf Prozent über eine Schenkung. (bk)

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