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Preise für Wohnimmobilien in NRW im Aufwärtstrend

In Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Häuser aus dem Bestand nach Angaben der LBS Immobilien Nord West im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent gestiegen. Gebrauchte Wohnungen verteuerten sich um 7,2 Prozent. Die mit Abstand höchsten Preise werden in Köln und Düsseldorf gezahlt.

In Köln ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen hoch.

In Nordrhein-Westfalen gehen die Preise für Wohnimmobilien weiter nach oben. „Da die anhaltend starke Nachfrage nach Häusern und Wohnungen vielerorts weit größer ist als das Angebot, ist ein Ende des Preisanstiegs [1] noch nicht in Sicht“, stellt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH Nord West (LBSi NW), fest.

Dennoch habe die Gesellschaft im Verbund mit den Maklern der NRW-Sparkassen und der LBS West im vergangenen Jahr im bevölkerungsreichsten Bundesland insgesamt 9.842 Immobilien im Wert von 2,13 Milliarden Euro vermarkten können. Das entspreche dem Ergebnis des Vorjahres.

In ihrem gesamten Geschäftsgebiet, zu dem neben NRW auch Niedersachsen und Berlin [2] gehören, habe die LBSi NW in 2017 insgesamt 13.053 Wohnimmobilien im Wert von 2,7 Milliarden Euro vermarktet – dies sei ein neuer Umsatzrekord.

Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand besonders gefragt

Obwohl sich die Neubautätigkeit zwischenzeitlich belebt habe, stammten fast acht von zehn der im vergangenen Jahr vermittelten Eigenheime und Wohnungen aus dem Bestand. „Nach wie vor sind gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser besonders gesucht“, so Hustert. Ihr Angebot werde allerdings immer häufiger dadurch verknappt, dass Häuser aus dem Bestand abgerissen und auf dem Grundstück dann ein mehrgeschossiger Neubau errichtet werde. Die Vermittlung von 4.361 Häusern aus zweiter Hand und von 2.498 gebrauchten Eigentumswohnungen habe 2017 dennoch auf Vorjahresniveau gelegen.

Der Durchschnittspreis, den die neuen Eigentümer 2017 für gebrauchte Eigenheime gezahlt haben, war nach Angaben der LBSi NW mit 221.000 Euro 8,3 Prozent höher als in 2016. Für Eigentumswohnungen aus dem Bestand erhöhte sich der mittlere Quadratmeterpreis im Vergleich zu 2016 um 7,2 Prozent auf 1.571 Euro.

„Damit sind die NRW-Durchschnittspreise für gebrauchte Eigenheime und Wohnungen in fünf Jahren um 27,5 Prozent gestiegen“, erklärt Hustert. Die Entwicklung sei dabei regional sehr unterschiedlich. So hätten die Preise für Wohnimmobilien im Rheinland deutlich stärker angezogen als in Westfalen.

Immobilienpreise am Niederrhein über dem Durchschnitt

Deutlich über dem Vorjahresniveau und dem Landesdurchschnitt bewegen sich laut der LBSi NW die Preise für gebrauchte Eigenheime und Wohnungen am Niederrhein. Für Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand seien dort 2017 im Mittel 251.850 Euro gezahlt worden – 9,2 Prozent mehr als im Jahr davor. 9,3 Prozent höher als der Durchschnittpreis des Jahres zuvor lag mit 1.860 Euro pro Quadratmeter der mittlere Preis für gebrauchte Eigentumswohnungen.

Höchstes Preisniveau im Rheinland

Die mit Abstand höchsten Durchschnittspreise für Häuser und Wohnungen aus dem Bestand werden den Daten zufolge im Rheinland [3] mit den beiden Metropolen Köln [4] und Düsseldorf gezahlt. 2017 kostete ein gebrauchtes Ein- und Zweifamilienhaus in der Region im Mittel 343.500 Euro. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Plus von 12,5 Prozent. Für eine Eigentumswohnung aus zweiter Hand zahlten die Käufer durchschnittlich 4.410 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 2016 seien das sogar 22,9 Prozent mehr.

Ruhrgebiet: Hauspreise leicht gestiegen

Im Ruhrgebiet wechselten Ein- und Zweifamilienhäuser aus zweiter Hand nach Angaben der LBSi NW in 2017 für durchschnittlich 229.160 Euro den Besitzer. Dies seien sechs Prozent mehr als 2016 und auch mehr als im Landesdurchschnitt. In den vergangenen zwölf Monaten seien in der Region vor allem besonders kostengünstige Gebrauchtwohnungen gefragt gewesen. Daher habe das Preismittel mit 1.000 Euro pro Quadratmeter mehr als 22 Prozent unter dem von 2016 gelegen.

Eine Übersicht über die Preise des aktuellen Immobilienangebots in fast allen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden findet sich auf der Homepage der LBSI Nordwest. (bk)

Foto: Shutterstock