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Premiumimmobilien: Düsseldorf mit höchstem Wachstum bei Top-Sieben-Städten

Eigentumswohnungen und Häuser im hochpreisigen Segment sind bei den Käufern gefragt. Die Verkaufszahlen bei Premiumimmobilien sind nach einem Marktbericht des Maklerhauses von Poll Immobilien in allen Metropolen gestiegen. Den höchsten prozentualen Zuwachs verbuchte Düsseldorf, während München bei der Anzahl der Verkäufe vorn liegt.

Stilaltbauten in den zentralen Lagen der Metropolen gehören zu den gefragtesetn Objekten.

Die Nachfrage nach Premiumimmobilien ist auf hohem Niveau. Der Marktbericht des Frankfurter Maklerhauses analysiert insgesamt 42 Standorte im Hinblick auf Verkaufszahlen, Umsätze und Durchschnittspreise bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen [1] ab einer Million Euro Verkaufspreis.

An fast allen untersuchten Standorten stiegen die Anzahl der Verkäufe und das Umsatzvolumen in 2017 im Vergleich zum Vorjahr weiter an. Unter den Metropolen sei dabei Düsseldorf eindeutig der Spitzenreiter. Sowohl bei der Anzahl der verkauften Domizile (plus 48,4 Prozent) als auch bezüglich des dabei umgesetzten Geldvolumens (plus 44,1 Prozent) verzeichnete die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt die höchsten Steigerungen. Betrachtet man nur das Segment Eigentumswohnungen, fiel das Wachstum in Düsseldorf noch höher aus: 75 Prozent bei den Eigentümerwechseln und 70,4 Prozent bei den Umsätzen.

Überdurchschnittlich hohe Steigerungen bezüglich der Anzahl der Veräußerungen und der entsprechenden Umsätze gab es außerdem in Hamburg, Heidelberg, im Main-Taunus-Kreis sowie im Hochtaunuskreis.

München: Mehr Verkäufe als Berlin, Düsseldorf, Köln und Frankfurt zusammen

Deutlicher Spitzenreiter bei der Anzahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen ab einer Million Euro ist den Ergebnissen der Analyse zufolge weiterhin München [2]. Dort wurden 2017 im Premiumsegment 1.081 Immobilien veräußert, 13,1 Prozent mehr als im Vorjahr. In Hamburg [3], wie 2016 im Ranking auf Platz zwei, verzeichnete man 613 Verkäufe (plus 35,6 Prozent). Berlin liegt wieder auf Rang drei mit 427 Transaktionen (nahezu unverändert).

Es folgen Düsseldorf mit 227 (plus 48,4 Prozent) und Frankfurt mit 167 Verkäufen (minus 10,2 Prozent). Auf Rang sechs bis zehn liegen Köln, Sylt, Stuttgart, der Landkreis Starnberg, sowie der Hochtaunuskreis. Es fällt auf, dass in München mehr Premiumimmobilien veräußert wurden als in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Köln zusammen.

Seite 2: Nachfrage nach hochpreisigen Eigentumswohnungen steigt [4]

Transaktionsvolumen: München weiter vorn, Hamburg holt auf

Das im Premiumsegment beobachtete Transaktionsvolumen 2017 war laut von Poll Immobilien ebenfalls in München am höchsten, es lag bei rund 1,97 Milliarden Euro (plus 10,3 Prozent). Die Ränge zwei und drei belegen Hamburg mit 1,24 Milliarden Euro (plus 36,6 Prozent zu 2016) und Berlin [5] mit 741,8 Millionen Euro (plus 5,2 Prozent). Es folgen Düsseldorf mit 377,7 Millionen Euro (plus 44,1 Prozent) und Sylt mit 309,5 Millionen Euro (minus 23,2 Prozent).

In Top-Sieben-Städten besonders gefragt: Eigentumswohnungen

Alle Top-Sieben-Städte verzeichneten einen wachsenden Markt im Premiumbereich, insbesondere bei Eigentumswohnungen. Die höchsten Anstiege in diesem Segment gab es in Düsseldorf [6], Hamburg und Stuttgart.

In Düsseldorf erhöhten sich die Umsätze für Eigentumswohnungen 2017 im Vergleich zum Vorjahr von 133,6 Millionen auf 227,7 Millionen Euro (plus 70,4 Prozent). In Hamburg betrug der Zuwachs 33 Prozent (von 504,8 Millionen auf 671,6 Millionen Euro), in Stuttgart 17,4 Prozent (von 75,4 Millionen auf 88,5 Millionen Euro).

Die Anzahl der Eigentümerwechsel wuchs dabei ebenfalls: In Hamburg gab es 331 Verkäufe von Eigentumswohnungen, die über eine Million Euro kosteten (plus 28,8 Prozent), in Düsseldorf 147 (plus 75 Prozent) und in Stuttgart 61 (plus 15,1 Prozent).

Villen: Höchste Durchschnittspreise in Potsdam

Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Segment Premiumimmobilien zahlten Käufer im Durchschnitt am meisten in Potsdam: rund 3,25 Millionen Euro bei 20 Transaktionen. Es folgen die Region Tegernsee (rund 2,45 Millionen Euro bei 19 Transaktionen) und Sylt (rund 2,37 Millionen Euro bei 65 Transaktionen).

Bei Eigentums­wohnungen an Standorten mit mehr als 100 Transaktionen im Premiumbereich nimmt Hamburg 2017 mit rund 2,03 Millionen Euro laut von Poll im Schnitt Rang eins ein, gefolgt von München mit rund 1,72, Berlin mit rund 1,63 und Frankfurt mit rund 1,6 Millionen Euro.

Betrachtet man die kaufkraftstarken Landkreise mit mehr als fünf entsprechenden Transaktionen, so liegt der Landkreis Starnberg mit einem Durchschnittspreis von rund 1,4 Millionen Euro für eine Eigentumswohnung (bei 15 Transaktionen) ganz vorn.

Seite 3: Trend wird sich fortsetzen [7]

Zweitwohnsitze weiter gefragt

Attraktive Regionen für Zweitwohnsitze verzeichneten in 2017 ebenfalls eine beachtliche Anzahl an verkauften Premiumimmobilien, seien es Villen oder Eigentumswohnungen. An der Spitze lag Sylt mit 140 Transaktionen. Es folgen mit viel Abstand die Region rund um den Tegernsee (21 Verkäufe), die Lübecker Bucht (17 Eigentümerwechsel) und Garmisch Partenkirchen (15 Veräußerungen).

„Premiumimmobilien sind nach wie vor begehrt“, so Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter der von Poll Immobilien GmbH. „Der Trend der letzten Jahre setzt sich damit fort. Dies gilt besonders für die Metropolen. Vor allem dort unterstützen auch internationale Käufer die Nachfrage. Sie möchten ihre Gelder sicher anlegen, und Deutschland hat sich dabei längst als populärer Standort entwickelt. Es wird weltweit als eines der wirtschaftlich stabilsten Länder wahrgenommen.“

Für die Erstellung der Analyse betrachteten die Marktforscher des Unternehmens neben den Top-Sieben-Städten alle Landeshauptstädte sowie kaufkraftstarken Kommunen, Landkreise und Ferienregionen. In einigen Großstädten wurde bis auf Stadtteilebene untersucht.

Grundlage der Auswertungen sind tatsächliche Verkäufe auf Basis der registrierten Kauffälle bei den Gutachteraus­schüssen sowie die Analysen von von Poll Immobilien Research. Der Marktbericht enthält Daten der Jahre 2012 bis 2017. (bk)

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa