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Sorgen der Mieter steigen nach Hitzesommer

Die Hitzewelle des letzten Sommers hat die Deutschen aufgerüttelt: Jeder dritte Mieter befürchtet, dass sich seine Wohnsituation künftig verschlechtern könnte, belegt eine Umfrage der BHW Bausparkasse. Zwei Drittel der Deutschen halten ein Umdenken im Wohnungsbau wegen des Klimawandels für dringend erforderlich.

Tiefstand des Rheins bei Köln im August 2018: Der Hitze-Sommer macht nicht nur der Schifffahrt zu schaffen. Er hat auch Auswirkungen auf die Wohnqualität.

Überhitzte Wohnhäuser, Trockenheit in Gärten und Grünanlagen, Stürme, Überschwemmungen – die negativen Folgen des Klimawandels treffen jetzt auch unsere gemäßigten Breiten. Die BHW Bausparkasse hat Emnid Ende August ermitteln lassen, wie die Deutschen die Folgen für das Bauen und Wohnen bewerten. Über 2.000 Mieter und Eigentümer wurden befragt.

Technische Ausstattung oft mangelhaft

Bundesweit machen sich 32 Prozent der Mieter und 26 Prozent der Eigentümer Sorgen, dass ihre Wohnsituation negativ beeinträchtigt werden könnte. In Nordrhein-Westfalen, wo viele Mieter leben und das von Hitze und Trocken- heit besonders stark betroffen war, befürchten 38 Prozent eine Verschlechterung. “Die technische Ausstattung in vielen Wohnhäusern ist überholt, es besteht Handlungsbedarf”, sagt Dr. Jörg Koschate, Mitglied des Vorstands der Bausparkasse BHW.

“Der Klimawandel stellt die Wohnungswirtschaft vor neue Herausforderungen. Im Fokus steht jetzt die Modernisierung von Immobilien, um sie sowohl vor Wärme wie auch vor Kälte und Unwetter zu schützen. Diesen Prozess gilt es höchst energieeffizient zu gestalten.” Maßnahmen zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes wie der längst fällige Austausch alter Heizkessel, neue Fenster, intelligente Beschattungssysteme sowie Begrünungen im privaten wie im öffentlichen Raum werden laut Koschate eine zentrale Rolle spielen. “Jeder Eigentümer und jeder Mieter kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und zum ökologischen Gleichgewicht leisten.”

Umdenken – umbauen!

Die BHW Studie zeigt: 66 Prozent der Bundesbürger halten ein Umdenken im Wohnungsbau für dringend erforderlich. Dies gilt für Jung und Alt: Die unter 30-Jährigen fordern zu 71 Prozent, die über 60-Jährigen zu 69 Prozent, dass jetzt die richtigen Lehren gezogen werden.

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