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Vonovia wandelt Schuldverschreibungen in zwölf Millionen Aktien um

Der deutsche Immobilienkonzern Vonovia hat aus der Umwandlung von Wandelschuldverschreibungen rund 11,9 Millionen junge Aktien der übernommenen Buwog bezogen. Das Übernahmeangebot an die Buwog-Aktionäre hatte eine Annahmequote von rund 74 Prozent erreicht.

Die österreichische Buwog gehört nun zu rund 77 Prozent dem Immobilienkonzern Vonovia.

Damit ergebe sich für den 30 Millionen Euro schweren positiven buchhalterischen Vorzieheffekt ein Verwässerungseffekt je Aktie, teilte die österreichische Immobiliengesellschaft am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

Die Zahl der bisher begebenen Buwog-Aktien betrug gut 112 Millionen. Die Aktienanzahl hat sich durch die Wandlung somit um gut zehn Prozent erhöht. Vonovia [1] wurden bis zum Ende der regulären Annahmefrist am 15. März knapp 83 Millionen Buwog-Aktien zum Verkauf angedient. Das entspricht einer Annahmequote von 73,8 Prozent. Insgesamt hält Vonovia nun 77,24 Prozent der Anteile an der Buwog.

Zahlreiche Zukäufe in den vergangenen Jahren

Vonovia ist in den vergangenen Jahren vor allem durch Großübernahmen von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo) und Franconia stark gewachsen. Im vergangenen Jahr kam der Wiener Immobilienkonzern Conwert hinzu.

Die Mieteinnahmen des Konzerns stiegen im vergangenen Jahr um gut acht Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung kletterten gleichzeitig auf 1,1 Milliarden Euro – das war ein Drittel mehr als 2016. Der Leerstand war weiter gering.

Gemessen an der Zahl der Wohnungen ist Vonovia rund sieben Mal so groß wie die Buwog. Der Bochumer Dax-Konzern, der 2015 aus der Fusion der Deutschen Annington und Gagfah entstanden war, verwaltete bisher rund 350.000 Wohnungen.

Buwog [2] kommt auf 49.000 Einheiten, davon gut die Hälfte in Deutschland, etwa in Berlin und Hamburg. In Österreich ist Buwog etwa in Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Villach vertreten. (dpa-AFX)

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