2. November 2018, 09:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Immobilienanleger das Crowdinvesting nutzen

Auf welche Crowdinvesting-Plattform und welches Projekt die Wahl der Anleger fällt, hängt im Wesentlichen von der Höhe der Verzinsung ab: Da, wo es die attraktivste Rendite gibt, legen Investoren ihr Geld an. Dies gaben jeweils etwa 20 Prozent der 532 Befragten an. Ebenso relevant ist für sie die Laufzeit. Insgesamt 88 Prozent der Anleger bevorzugen eine Dauer von 12 bis 24 Monaten, wobei mit 52 Prozent der größere Anteil einen kürzeren Zeitraum von bis zu 18 Monaten vorzieht.

Auffällig: vor allem jüngere Anleger bevorzugen kurze Laufzeiten. Immerhin 17 Prozent achten bei dem Projekt auf den Standort, 54 Prozent bevorzugen dabei die Top-7-Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) und deren Einzugsgebiete. Für nur 22 Prozent kommen auch die B- Städte in Frage und nur acht Prozent honorieren es, wenn das Projekt in der eigenen Region realisiert wird. Überraschend, möchte man doch meinen, dass die Person den Bedarf vor Ort und gegebenenfalls den Track record des Projektentwicklers besser einschätzen könnte. Auch die Assetklassen (Gewerbe-, Wohn-, oder Sozialimmobilie) spielen keine entscheidende Rolle bei der Anlageentscheidung: Nur elf Prozent legen Wert auf die Art des Objektes. Ebenfalls nahezu irrelevant sind persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten mit nur zwei Prozent der Stimmen. Hingegen sind Transparenz bei den vorgestellten Projekten (19 Prozent) und Qualität der vermittelten Projekte (15 Prozent) den Investoren deutlich wichtiger, wenn es darum geht, wem sie ihr Geld anvertrauen.

Studie-Grafik-Kopie in Wie Immobilienanleger das Crowdinvesting nutzen

“Die neue Studie zeigt, dass Anleger von Crowdinvesting in Immobilien-Projekte nicht unerfahren sind, sondern ganz im Gegenteil, gezielt diese Anlageform zur Portfolio-Optimierung einsetzen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, verteilen sie dabei ihr Geld auf mehrere Projekte. Weil sie informiert und mündig sind, würden wir es begrüßen, wenn die Bundesregierung auch die fixe Investment-Obergrenze von 10.000 Euro pro Projekt kippen würde”, sagt Henning Frank, CEO von Zinsland. (fm)

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heil bei Grundrente kompromissbereit: Wir sind lösungsorientiert

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich im Koalitionsstreit um die Einführung einer Grundrente kompromissbereit gezeigt. “Wir sind lösungsorientiert”, sagte er am Montag vor einer Sitzung des SPD-Parteipräsidiums in Berlin.

mehr ...

Immobilien

Wohn- und Mietenpaket der GroKo: Gute Zeichen für den Wohnungsbau, schlechte Zeichen im Mietrecht

Der beschlossene Wohnpakt trifft nicht überall auf Zustimmung auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) äußert sich eher kritisch. Was Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, trifft.

mehr ...

Investmentfonds

Die Krise in Argentinien: Ansteckungsgefahr für die Schwellenländer?

Welche Auswirkungen haben die aktuellen Ereignisse in Argentinien auf das Marktgeschehen in den Schwellenländern? Nach Ansicht von LGIM sind diese eher begrenzt und spiegeln vielmehr eine länderspezifische Entwicklung wider. Ein Kommentar von Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM).

mehr ...

Berater

Digitaler Wandel: „Reflexion ist eine fantastische menschliche Eigenschaft“

Die Transformation beherrscht die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Willkommen in disruptiven Zeiten – dass das so ist, belegen nicht nur die Titel auf den Bestseller-Listen. Während Newcomer und Startups auf den Startblöcken stehen, um ganze Branchen umzuwerfen, werden viele etablierte Unternehmen zunehmend unruhig. Ein Gespräch mit Reza Razavi, Senior Manager Culture and Transformation bei BMW Group, Referent bei Club 55 (European Experts of Marketing and Sales).

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW erwirbt Wohnportfolio in Helsinki und Espoo für deutsches Individualmandat

Mit dem Erwerb von zwei modernen Apartmenthäusern in der Metropolregion Helsinki erweitert AEW seinen Wohnbestand in Richtung Finnland. Die knapp 90 vollvermieteten Einheiten verteilen sich dabei auf ein Objekt im stark wachsenden Teilmarkt von Jätkäsaari – im westlichen Teil der Innenstadt von Helsinki – sowie eine Liegenschaft im angrenzenden Espoo (Matinkyla).

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...