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Wohnpolitik: Serieller Wohnungsbau als Lösungsbeitrag

Am gestrigen Dienstag unterzeichneten Bundesbauministerium, Wohnungswirtschaft, Bauindustrie und Bundesarchitektenkammer als Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbs eine Rahmenvereinbarung für neun serielle und modulare Wohnungsbaukonzepte.

Um die Zeit- und Kostenvorteile des seriellen Bauens nutzen zu können, müssen die Bundesländer noch Typenbaugenehmigungen schaffen.

Zur Unterzeichnung des Rahmenvereinbarung erklärt der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner: “Der serielle und modulare Wohnungsbau ist ein wichtiger Baustein bei der Lösung der Wohnungsfrage.”

So ermögliche serielles und modulares Bauen [1] die dringend nötige Errichtung von preisgünstigen Wohnungen in großer Zahl und relativ kurzer Zeit.

Gestalterische Qualität besonders wichtig

Ohne eine verstärkte Nutzung der seriellen Bauweise sei das Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohneinheiten bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode nicht zu erreichen.

Zweifel an dieser Form des Bauens versucht Wegner zu entkräften: “Serielles Bauen bedeutet nicht die Renaissance der Plattenbauten der sechziger und siebziger Jahre. Der europaweite Wettbewerb hat gezeigt, dass hochwertige Wohnungen und ausdrucksvolle Architektur möglich sind.”

Die gestalterische Qualität sei besonders wichtig, da die heute gebauten Wohnungen [2] das Aussehen der deutschen Städte für mindestens ein Jahrhundert prägen werden.

Forderung nach mehr Bauland

“Die Länder sind jetzt dringend aufgefordert, Typenbaugenehmigungen zu schaffen, die übergreifend in möglichst vielen Ländern gültig sind. Nur dann können die Zeit- und Kostenvorteile des seriellen Bauens voll durchschlagen”, gibt der Sprecher zu verstehen.

“Zudem müssen Länder und Kommunen in der Baulandmobilisierung [3] mindestens einen Gang hochschalten, denn ohne die notwendigen Bauflächen können auch die besten Konzepte nicht verwirklicht werden.” (bm)

Foto: Shutterstock

 

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