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Büroimmobilien: Neuer Rekord am deutschen Markt

Im vergangenen Jahr erreichte der deutsche Markt für Büroimmobilien das höchste Investitionsvolumen seit Aufzeichnungsbeginn. Das zeigt eine aktuelle Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Das Wachstum am Investmentmarkt geht vor allem auf die erhöhten Ankäufe durch deutsche Investoren zurück.

Das Transaktionsvolumen am Investmentmarkt für deutsche Büroimmobilien lag 2018 bei 31,96 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis.

“Ein weiteres Jahr am Büroinvestmentmarkt [1] ist zu Ende gegangen, ein neuer Rekord war zu verzeichnen. Mit einem starken Jahresendquartal erreichte der Büroinvestmentmarkt erstmals ein Volumen jenseits der 30 Milliarden Euro”, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland.

Fokus auf Top-Sieben-Standorten

“Der Markt ist als Folge des limitierten Angebots und der hohen Nachfrage von großen Einzeltransaktionen geprägt. Das zeigt auch der erneute Rückgang der Portfolioquote um 4,5 Prozentpunkte auf nun 14 Prozent.”

Dabei liege der Fokus der Investoren weiterhin klar auf den Top-Sieben-Standorten, die mit einem 80-prozentigen Anteil am Transaktionsvolumen noch einmal 1,9 Prozentpunkte gewonnen haben.

Transaktionen mit einem Volumen von 100 Millionen Euro oder mehr machten rund 60 Prozent des gesamten Investitionsvolumens in den Top-Sieben-Standorten aus. Allein in Frankfurt [2] wurden 27 Prozent des Transaktionsvolumens allokiert.

Seite zwei: Deutsche Investoren schlagen zu [3]

Das Wachstum am Investmentmarkt geht vor allem auf die erhöhten Ankäufe durch deutsche Investoren zurück. Sie hatten einen Anteil von 56 Prozent am Büroinvestmentmarkt. Dies ist ein Plus von 7,5 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich.

Quelle: CBRE Research, q4 2018

Entsprechend ging der Anteil internationaler Investoren zwar zurück, aufgrund der Steigerungen des gesamten Büroinvestmentvolumens [4] fällt das Anlagevolumen internationale Investoren mit mehr als 14 Milliarden Euro nur leicht niedriger aus als im Vorjahr (minus 1,7 Prozent).

Einheimische sind im Vorteil

“Wir sehen ein ungebrochen hohes Interesse internationaler Investoren an deutschen Büroimmobilien [5]. Da sich die Renditekompression jedoch verlangsamt hat, entscheiden neben der Zahlungsbereitschaft zusehends auch andere Aspekte wie beispielsweise die Transaktionsgeschwindigkeit über die Zuschläge in den Bieterverfahren”, erklärt Klein.

“Hier haben einheimische Investoren einen gewissen Vorteil, da sie aufgrund ihrer Marktexpertise schneller Entscheidungen treffen können und auch Währungsschwankungen nicht abzusichern sind.”

Seite drei: Top-Städte halten Rendite-Niveau [6]

In den Top-Sieben-Standorten ging die durchschnittliche Spitzenrendite im Vergleich zum Vorjahreswert um knapp 0,1 Prozentpunkte zurück und hält damit das Niveaus vom dritten Quartal 2018.

Quelle: CBRE Research, Q4 2018

“Wir erwarten für 2019 ein weiterhin großes Interesse an deutschen Büroimmobilien. Auch 2019 könnte der Markt erneut die 30-Milliarden-Grenze erreichen”, so Klein.

Entscheidend dafür seien die guten Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaft sowie der Immobilienbranche [7]. Die Büroleerstandsraten sinken weiter, die Projektpipeline sei übersichtlich – eine gute Basis für zukünftige Mietsteigerungen und damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für viele Investoren. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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