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Höher, schneller, weiter: Immobilienpreise in Rekordhöhe

Niedrige Zinsen, parallel dazu allerdings auch eine steigende Darlehenshöhe. Im Durchschnitt nehmen Immobilienkäufer oder Hausbauer 239.000 Euro Kredit auf. Auch das Eigenkapital findet weiterhin Verwendung, zeitgleich steigt der Beleihungsauslauf.

 

Bauherren und Immobilienkäufer müssen sich auf stark ansteigende Preise im Immobiliensektor vorbereiten.

Noch Anfang des Jahres waren sich viele Experten einig, dass die Immobilienpreise nicht weiter steigen und auch das Interesse an Wohnungseigentum abebben werde. Doch weit gefehlt. Schon jetzt ist feststellbar, wie beliebt der Trend zum Eigenheim [1] noch immer ist und dass die Wohnraumknappheit auch in Zukunft ein erhebliches wirtschaftliches Problem darstellen wird.

Anhand des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB), der monatliche Entwicklungen über die wichtigsten Parameter der Baufinanzierung veröffentlicht, lässt sich über weitere Entwicklungen spekulieren.

Darlehensbetrag, Beleihungsauslauf und Tilgungssatz im Fokus

Bereits seit über einem Jahr lässt sich die Zunahme für den Darlehensbetrag von Immobilien beobachten. Im Januar 2019 war ein Rekordanstieg von 233.000 auf 239.000 Euro registriert worden.

An das Eigenkapital, welches mit in die Finanzierung einer Immobilie fließen sollte, werden stetig neue Anforderungen gestellt und angehende Immobilienkäufer [2] sehen sich damit konfrontiert, mehr Eigenkapital in ihr künftiges Heim zu investieren, um wachsende Nebenkosten zu decken.

Der Teil des Eigenkapitals zur Immobilienfinanzierung senkt den fremdfinanzierten Anteil, den sogenannten Beleihungsauslauf. Es wird in der Gegenüberstellung zum Immobilienwert eher weniger Eigenkapital eingesetzt, als noch vergangenes Jahr.

Die aktuell niedrigen Zinsen [3] erlauben es Kreditnehmern allerdings auch, diese schnell zu tilgen und folglich gute Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Anschlussfinanzierung zu schaffen.

Veränderungen der Darlehenstendenzen

Die Forward-Darlehen, welche in 2018 als besonders beliebt galten, verbuchten in diesem Januar nur 7,74 Prozent des Baufinanzierungsvolumens. Klassische Annuitätendarlehen ohne kostenpflichtige Vorlaufzeit nehmen dagegen stark zu. Einzig und allein die Nachfrage nach KfW-Darlehen bleibt ihren bisherigen Werten treu und verzeichnet nur niedrige 3,87 Prozent Zuwachs. (el)

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