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Immobilieninvestments: In diesen Städten lohnen sie sich

Renditen weisen als Kapitalanlage immer geringere Renditen auf. Dafür sind hauptsächlich die teils extrem hohen Kaufpreise verantwortlich, mit denen die Mieten nicht mehr mithalten können. Das zeigt auch eine aktuelle Analyse von Immowelt.

Risikoscheue Immobilienkäufer sollten sich eher auf bewährten Märkten umsehen.

Eine aktuelle Analyse von immowelt.de verdeutlicht diese Entwicklung. In 34 von 40 ausgewählten deutschen Großstädten sind die Renditen seit dem vergangenen Jahr gesunken oder gleichgeblieben.

Die Auswertung zeigt aber auch, in welchen Städten nach wie vor hohe Erträge erzielt werden können. Besonders Großstädte im Osten [1] und in Nordrhein-Westfalen versprechen aufgrund der vergleichsweise niedrigen Kaufpreise gute Renditen.

In Duisburg werden Eigentumswohnungen beispielsweise im Median für 1.080 Euro pro Quadratmeter angeboten, während sich die Neuvertragsmieten auf sechs Euro pro Quadratmeter belaufen.

Folgen des Strukturwandels in Duisburg

Daraus ergibt sich mit 6,7 Prozent die höchste Bruttorendite aller untersuchten Städte. Allerdings herrscht dort auch ein erhöhtes Risiko bei Investments in Wohnimmobilien, da die Nachfrage nach Wohnraum geringer ist als in anderen Ballungsgebieten.

Die Folgen des Strukturwandels sind in Duisburg nach wie vor zu spüren – eine hohe Arbeitslosenquote und geringe Entgelte wirken sich auf die Attraktivität der Stadt und die Nachfrage nach Wohnraum [2] aus. Die Gefahr von Mietausfällen sollte daher einkalkuliert werden.

Neben Duisburg sind noch in weiteren NRW-Großstädten lukrative Erträge möglich. Dazu zählen Wuppertal mit einer Bruttorendite von 6,6 Prozent oder Mönchengladbach mit 6,4 Prozent. In Dortmund, Bochum und Essen sind die Renditen zwar etwas niedriger.

Seite zwei: Hohe Renditen auch im Osten [3]

Mit knapp sechs Prozent liegen aber alle drei Städte unter den Top Ten in Deutschland. Generell befinden sich viele Ruhrgebiets-Städte allmählich wieder im Aufwind und die Einwohnerzahlen steigen. Die Nachfrage nach Wohnraum erhöht sich, und das Risiko für Kapitalanleger [4] wird somit geringer.

Die Immowelt-Analyse zeigt zudem, dass im Osten Deutschlands ebenfalls hohe Renditen erzielt werden können. Auch hier gilt es aber zwischen Risiko und Ertrag abzuwägen.

In Chemnitz sind aufgrund der sehr niedrigen Kaufpreise Bruttorenditen von 6,5 Prozent möglich. Allerdings herrscht dort eine der höchsten Leerstandsquoten Deutschlands, weswegen der Immobilienkauf nur erfahrenen Investoren mit Ortskenntnis zu empfehlen ist.

Weniger Risiko auf bewährten Märkten

Ähnlich gute Bruttorenditen können Käufer in Magdeburg (6,3 Prozent) und Cottbus (5,1 Prozent) erwirtschaften, wenngleich auch an diesen Standorten Knowhow von Nöten ist.

Risikoscheue Immobilienkäufer [5] sollten sich hingegen eher auf bewährten Märkten umsehen. München hat nahezu keinen Leerstand, aufgrund der Wirtschaftskraft eine sehr hohe Attraktivität und anhaltenden Zuzug.

Allerdings hat die enorme Nachfrage dazu geführt, dass die Kaufpreise den Mieten enteilt sind. Die Folge: Die Rendite ist über die gesamte Stadt gesehen mit 3,1 Prozent sehr gering. Ähnlich niedrige Werte verzeichnen Hamburg (3,3 Prozent), Frankfurt und Berlin (je 3,6 Prozent).

Seite drei: Studentenstädte wenig rentabel [6]

Neben den Metropolen sind vor allem kleinere Studentenstädte wenig rentabel: Regensburg (3,2 Prozent) und Freiburg (3,3 Prozent) sind Beispiele dafür.

Die Immobilienkaufpreise in diesen Städten sind mittlerweile so hoch, dass sich die Kosten dafür durch Mieteinnahmen [7] nur sehr langfristig amortisieren lassen.

Das gilt auch für Rostock – die Hansestadt weist mit 2,6 Prozent die niedrigste Rendite aller Städte auf. Vor allem hochpreisige Kaufobjekte in den Touristenregionen und niedrige Mieten sind die Gründe dafür.

Mittelmäßige Renditen in Mainz, Leipzig oder Hannover

Während in den größten deutschen Ballungsgebieten, das Potential bereits ausgeschöpft ist, gibt es nach wie vor boomende Städte, in denen sich der Immobilienkauf [8] lohnen kann.

Dazu zählt beispielsweise Mainz: Dort leben zahlreiche Studenten – kleine Wohnungen sind daher besonders gefragt. Insgesamt lassen sich Bruttorenditen von im Mittel 4,6 Prozent erzielen.

Etwas niedriger sind die Renditen in Leipzig (4,4 Prozent) und Hannover (4,3 Prozent). Dennoch sind beide Großstädte noch attraktiv für Anleger.

Generell gilt es bei Bruttorenditen zu beachten, dass Kaufnebenkosten, laufende Kosten und Rücklagen nicht berücksichtigt sind. Die Höhe dieser Kosten variiert von Immobilie zu Immobilie. Kapitalanleger müssen aber damit rechnen, dass die Nettorendite deutlich unter der Bruttorendite liegt.

Foto: Shutterstock

 

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