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vdp-Preisindex 2018: Erneut kräftiger Anstieg

Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt sind 2018 nochmals kräftig angestiegen. Die Preisdynamik schwächte sich laut Immobilienpreisindex des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) jedoch im Jahreslauf leicht ab.

Die Nachfrage am deutschen Markt für Büroimmobilien ist weiterhin hoch.

Der auf Basis echter Transaktionsdaten ermittelte vdp-Preisindex für den gesamtdeutschen Markt legte im Jahresdurchschnitt um acht Prozent zu (2017: 6,8 Prozent).

Dabei erhöhten sich die Preise für Wohnimmobilien [1] um 8,3 Prozent (2017: 6,9 Prozent), die für gewerbliche Immobilien um 6,8 Prozent (2017: 6,5 Prozent).

Obwohl sich die Preisdynamik im Jahreslauf leicht abschwächte, lassen die unverändert hohen Steigerungsraten zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht auf eine Trendumkehr schließen.

Angebot und Nachfrage

Die Entwicklung am deutschen Wohnungsmarkt [2] wurde im vergangenen Jahr erneut von einer Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt.

So stiegen die Preise für selbst genutztes Wohneigentum im Jahresdurchschnitt um 7,7 Prozent (2017: 5,8 Prozent), die für Mehrfamilienhäuser um neun Prozent (2017: 7,9 Prozent). Die Mieten verteuerten sich 2018 um 4,6 Prozent (2017: 3,2 Prozent).

Seite zwei: Preisdynamik in Top-Städten schwächt sich ab [3]

Im Jahresverlauf schwächte sich die Dynamik in den Top-Sieben-Städten (Hamburg, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, München, Stuttgart) ab – trotz eines immer noch vergleichsweise starken Preisanstiegs von 9,9 Prozent im Jahresdurchschnitt (2017: 13,7 Prozent).

Das deutet laut vdp darauf hin, dass das mittlerweile erreichte Preis- beziehungsweise Mietniveau weitere Steigerungen schwieriger macht und Haushalte [4] zunehmend in das preisgünstigere Umland ausweichen.

Hohe Nachfrage am Büroimmobilienmarkt

Am gewerblichen Immobilienmarkt entwickelten sich die dominierenden Assetklassen Büro und Einzelhandel höchst unterschiedlich.

Am Büroimmobilienmarkt [5] sorgte die etwas nachlassende, aber weiterhin gute Konjunktur sowie die damit einhergehende Ausweitung der Beschäftigung für eine weiterhin hohe Nachfrage nach Büroflächen.

Die Preise für Büroimmobilien stiegen in der Folge mit 9,6 Prozent im Jahresdurchschnitt erneut stark an (2017: 8,4 Prozent). Auch die Neuvertragsmieten konnten aufgrund des geringen Flächenangebots signifikant zulegen und stiegen im Jahresdurchschnitt um 5,5 Prozent (2017: 3,2 Prozent).

Seite drei: Einzelhandel kämpft mit Online-Händlern [6]

Auf dem Markt für Einzelhandelsimmobilien bekommt der stationäre Einzelhandel den Druck des mächtiger werdenden Online-Handels immer mehr zu spüren. Die Nachfrage von Einzelhändlern [7] nach Verkaufsflächen nahm erneut ab.

In der Folge konnten die Mieten im Jahresdurchschnitt nur noch um 0,3 Prozent zulegen (2017: 1,3 Prozent) und waren ab Jahresmitte sogar leicht rückläufig.

Keine großen Impulse von Zinsseite

“Vor dem Hintergrund des allgemeinen Renditeumfeldes und fehlender Anlagealternativen sind Investoren weiterhin bereit, immer niedrigere Renditen zu akzeptieren”, so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

“Von der Zinsseite sind auf Sicht keine größeren Impulse zu erwarten. Eine schwächere Wirtschaftsentwicklung könnte auf Nachfrage und Investitionsbereitschaft etwas bremsen.” (bm)

Foto: Shutterstock

 

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