12. April 2020, 00:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Corona und Immobilien: Platzt jetzt der gut gefüllte Preisballon?

Der längste Wohnungsmarktzyklus der Bundesrepublik hätte jetzt auch ohne Corona allmählich sein Ende gefunden. Ein Kommentar von Dr. Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender der Empirica AG.

Shutterstock 1699835995 in Corona und Immobilien: Platzt jetzt der gut gefüllte Preisballon?

Mittelfristiger Effekt – Eine Delle

Insgesamt rechnen wir in den kommenden Monaten mit einer Delle bei den Kaufpreisen, die bei -10% bis -25% liegen dürfte. Die Mieten könnten ebenfalls nachgeben ‑ aber erheblich weniger sowie eher nur für kurze Dauer ‑ und danach wie schon vor Corona weiter stagnieren.

Langfristiger Effekt – Erholung in Sicht 

Insgesamt rechnen wir im besten Falle mit einer Stabilisierung der Kaufpreise ab Ende 2021 sowie mit (leicht) steigenden Kaufpreisen und Mieten, sobald und in dem Maße wie die Einwohnerzahl in Deutschland durch eine neue Außenwanderung wächst.

Bildschirmfoto-2020-04-12-um-00 34 11 in Corona und Immobilien: Platzt jetzt der gut gefüllte Preisballon?

Fazit – Corona hebt die Immobilien-Welt nicht völlig aus den Angeln

Deutschland hat einen gut organisierten und derzeit sogar sehr flexiblen Sozialstaat (Wohngeld, Hartz IV, Kurzarbeitergeld). Das wird Deutschland helfen, schneller als andere einen soliden Weg aus der Krise zu finden. Hinzu kommt: Gewohnt wird immer! Auch wenn kurz- bis mittelfristig die Preise und vielleicht auch die Mieten sinken werden, wird es dennoch keine Leerstände wie in den 1990er Jahren geben. Langfristig wird Deutschland ein sicherer Hafen für Kapitalanleger bleiben, und auch die Konsumnachfrage nach dem Gut „Wohnen“ wird spätestens durch eine nicht unwahrscheinliche neue Außenwanderungswelle aus (Süd-)Europa stabil wachsen.

Bildschirmfoto-2020-04-12-um-00 34 31 in Corona und Immobilien: Platzt jetzt der gut gefüllte Preisballon?

Mehr zu den Auswirkungen von Corona auf die Immobilienpreise in der Empirica-Analyse.

 

Foto: Shutterstock

7 Kommentare

  1. Ich denke das die Immopreise bleiben werden so wie sie jetzt sind, aber das Kaufkraft sich verschlechtert.

    Kommentar von Alexander — 16. August 2020 @ 21:31

  2. die Preise werden fallen, ab Sep Okt, die Menschen bleiben ohne Arbeit und viele werden Insolvenz machen. Viele träumen noch und die Stadt hilft noch. Wenn man ohne artet bleibe wie soll ich die Wohnung finanzieren. Junge Leute haben keine Ahnung.

    Kommentar von tina — 12. Juli 2020 @ 18:37

  3. Meiner Meinung nach werden die Preise auch nicht runter fallen. Ganz im Gegenteil bin sogar der Meinung das es einen Aufschwung geben wird.

    Kommentar von Lenny — 14. Juni 2020 @ 21:56

  4. Schon immer sind bei einer Rezession die Immobilienpreise gefallen. Das wird sich auch diesmal nicht ändern. Egal, ob Corona die Krise ausgelöst hat oder andere Faktoren dafür verantwortlich sind. Die Rezession kommt mit allen Konsequenzen. In 3 bis 4 Monaten wird man das Ausmaß sehen und das braucht man nicht weiter zu diskutieren.

    Kommentar von Katrin Bürger — 26. April 2020 @ 22:09

  5. Bin mir absolut sicher das die Preise nicht runter gehen werden. Warum denn auch? Und wenn jetzt der Markt noch mit Geld geflutet wird dann werden die Preise eher steigen.

    Kommentar von Jan Lanc — 14. April 2020 @ 21:02

  6. Trotz Sozialstaat, wie alle Erfahrungen zeigen, früher oder später geht jeder Blase die Luft aus. Sie kann auch plötzlich platzen. Corona und die ökonomischen Folgen haben das Zeug dazu auch die Immobilienblase in Stücke zu reissen.

    Kommentar von G. Heitel — 14. April 2020 @ 18:22

  7. Warum sollte der Markt durcheinander kommen.
    Die Gelddrucker in Frankfurt werden in eine Hochsaison starten.
    Die Immobilien werden ihrem Ruf – Betongold zu sein, mehr als gerecht werden.

    Kommentar von KR Karl Fichtinger — 12. April 2020 @ 20:35

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Diese Versicherungen brauchen Kinder

Am 20. September ist Weltkindertag. Der Bund der Versicherten (BdV) nimmt den Tag zum Anlass, um Eltern oder Großeltern Tipps zum richtigen Versicherungsschutz für Kinder zu geben. Wichtig sind neben einer Privathaftpflichtversicherung auch eine Absicherung für den Todesfall und den Verlust der Arbeitskraft. Zudem sollten Kinder gegen die finanziellen Folgen einer eigenen Invalidität abgesichert werden.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Verschärfung der EU-Klimaziele erfordert gemeinsame Kraftanstrengung

In ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem eine Verschärfung des EU-Klimaziels vorgeschlagen, wonach bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 mindestens 55 Prozent Emissionen eingespart werden sollen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt diese Ziele, weist aber zugleich darauf hin, dass dies nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung aller relevanten Akteure gelingen wird.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzprofis für Marktentwicklung 2020 weiterhin zuversichtlich

Eine Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (Ebase) zeigt weiterhin überwiegend positive Einschätzungen zur Entwicklung des DAX bis zum Jahresende – nur 26% der Befragten rechnen mit sinkenden Indexständen.

mehr ...

Berater

10 Jahre Jungmakler Award: Das sind die Gewinner 2020

Sie haben die Bewerbungsphase mit Regio- und BundesCasting am erfolgreichsten gemeistert: Moritz Heilfort, Daniel Jokisch, Daniel Wemper sind die Jungmakler des Jahres 2020. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr direkt nach der Auswertung des Jury-Urteils in kleiner Runde am Starnberger See statt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lutz Kohl wechselt in die Geschäftsführung der HKA 

Mit Wirkung vom 9. September 2020 wurde Lutz Kohl (54) zum Mitglied der Geschäftsführung der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH berufen, der KVG der Immac. Mit seiner Bestellung wird das Führungsteam der HKA um Geschäftsführer Tim Ruttmann planmäßig erweitert.

mehr ...

Recht

Kind krank, Eltern berufstätig: Alles zum Kinderkrankengeld 

Wenn Kinder krank werden, müssen sie selbstverständlich betreut werden. Aber wer kümmert sich um den kranken Nachwuchs, wenn beide Eltern berufstätig sind? Muss man Urlaubstage opfern? Wird der Lohn fortgezahlt? Wie lange darf man zu Hause bleiben? Was Eltern können Eltern finanziell erwarten, wenn sie zu daheim bleiben, um ein krankes Kind zu betreuen.

mehr ...