19. Mai 2020, 12:21
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Coronarezession: Bundesbank erwartet langsame Erholung

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft einbrechen lassen, die Rezession ist da. Rufe nach einem Konjunkturprogramm werden lauter. Doch der Weg aus Tal dürfte langsam und beschwerlich werden, wie der neue Monatsbericht der Bundesbank nun zeigt.

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Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch in Folge der Corona-Krise erholen. „Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt“, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Mai. „Es besteht aber eine sehr hohe Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung.“

Rezession durch Corona-Pandemie
Im ersten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Damit stürzte Europas größte Volkswirtschaft in die Rezession – obwohl von den Einschränkungen zur Bekämpfung des Virus im ersten Vierteljahr im Grunde nur der März betroffen war.

„Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im zweiten Quartal fest im Griff der Coronavirus-Pandemie. Die Wirtschaftsleistung dürfte nochmals erheblich niedriger ausfallen als im Durchschnitt des schon gedrückten ersten Vierteljahres“, konstatieren die Bundesbank-Volkswirte. Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.

Forderung  nach staatlichem Konjunkturprogramm
Angesichts der trüben Aussichten werden die Forderungen nach einem staatlichen Konjunkturprogramm lauter. „Die Finanzpolitik dürfte aufgrund der guten Ausgangslage immer noch genügend Spielraum für einen gegebenenfalls auch starken temporären Impuls besitzen“, stellt die Bundesbank fest, rät aber zugleich: „Ein Konjunkturprogramm sollte zielgerichtet und vor allem auch befristet angelegt sein. Sonstige staatliche Ziele etwa zum Klimaschutz oder zur Digitalisierung könnten dabei berücksichtigt werden.“ (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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