25. Mai 2020, 09:55
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Deutsche halten Wohneigentum durch Corona für attraktiver

Wohneigentum liegt im Trend – auch in turbulenten und ungewissen Zeiten. Für die Mehrheit der Befragten einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Fortis AG gewinnt Wohneigentum in Anbetracht der Corona-Pandemie und ihrer möglichen wirtschaftlichen Folgen zusätzlich an Attraktivität.

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Wohneigentum steigert Sicherheitsgefühl

So gaben 42 Prozent der Befragten an, Wohneigentum sei für sie ein Sicherheitsfaktor in Krisenzeiten, wohingegen nur elf Prozent es als einen Unsicherheitsfaktor in Krisenzeiten bewerten. Insgesamt antworteten 52 Prozent der Umfrageteilnehmer auf die Frage, ob der Besitz von Wohneigentum durch die Corona-Krise für sie generell attraktiver werde, mit ‚Ja‘, während 30 Prozent mit ‚Nein‘ antworteten.

Mehrheit geht von stagnierenden oder steigenden Preisen aus

Die Unsicherheit in Corona-Zeiten ist groß, dennoch sehen 27 Prozent der Befragten im Moment günstige Einstiegschancen und würden gerade jetzt in Wohneigentum investieren. Demgegenüber stehen 51 Prozent, die im Moment eher die Auswirkungen der aktuellen Krise bei einer Entscheidung für oder wider Wohneigentum abwarten würden. Uneinig sind sich die Befragten in ihrer Einschätzung der Entwicklung der Immobilienpreise: 29 Prozent gaben an, dass die Preise eher zurückgehen werden, während 27 Prozent überzeugt sind, dass die Kaufpreise eher steigen werden, und 24 Prozent, dass sie stagnieren werden.

Nach der Krise günstige Einstiegsmöglichkeiten

Der Zeit nach der Krise sehen die Teilnehmer indes positiv entgegen: 39 Prozent bewerteten die Gelegenheit Wohneigentum zu erwerben, wenn die schlimmsten Auswirkungen der Krise überstanden sind, als eher gut, 21 Prozent als eher schlecht.

„Wohneigentum steht bei den Deutschen durch die Corona-Krise weiterhin hoch im Kurs“, erklärt Oliver Koch, COO der Fortis Group. „Wir werden in Zukunft, bedingt durch einen Mangel an Anlagealternativen mit niedrigerer Volatilität, gerade im Wohnsegment einen erhöhten Investitionsdruck erleben. Sowohl für Selbstnutzer als auch Kapitalanleger gewinnt Wohneigentum als Altersvorsorge, gerade durch die wirtschaftliche Unsicherheit, das Niedrigzinsumfeld und die Turbulenzen am Aktienmarkt, immer mehr an Bedeutung.“

Über die Studie

Die repräsentative Umfrage zum Thema „Wohneigentum und Corona“ wurde im April 2020 im Auftrag der Fortis AG vom Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland durchgeführt. In Form von rund fünfminütigen Online-Interviews befragte YouGov Deutschland insgesamt mehr als 2.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren.

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Jetzt zu investieren ohne eine langfristige Entwicklung auch nur im Ansatz erblicken zu können, wäre wie Lotto zu spielen. 2021 sollen erst die Richtungen zu sehen sein, in die es geht, und nicht vergessen: 2021 gibt es ein Superwahljahr, Bundestag im Herbst und einige Landtage.

    Entscheidend für einen Immobilienerwerb sind auch nach wie vor immer noch Lagefaktoren, und diese verändern sich nicht. Günstige Zinsen sind danach erst die hinreichende Bedingung dafür ob sich etwas lohnt.

    Kommentar von Immobilienlage — 25. Mai 2020 @ 12:30

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