8. September 2020, 17:02
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Gutachten warnt vor höheren Hürden für Eigentumswohnungen

Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt in einem Gutachten vor Plänen zur erschwerten Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Damit werde der Zugang zu Wohneigentum erschwert, schreibt der Autor Michael Voigtländer in einer Analyse im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde.

Eigentumswohnung in Gutachten warnt vor höheren Hürden für Eigentumswohnungen

“Damit wird vielen Menschen die Chance genommen, die Wohnkosten zu reduzieren und Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen.” Hintergrund ist die Reform des Baulandmobilisierungsgesetzes, über die derzeit zwischen den Ministerien beraten wird.

Im Entwurf des Bundesinnenministeriums ist vorgesehen, dass in mehr Gebieten, wo Mietwohnungen knapp sind, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen für zunächst fünf Jahre erschwert wird. In vielen Fällen müssten die Eigentümer dann zunächst eine Genehmigung für die Umwandlung bei den Behörden einholen. Zudem sollen Mieter besser vor Kündigungen geschützt werden.

Dabei seien Kapitalanleger und Kleinvermieter behutsam mit Mieterhöhungen und Modernisierungen, so das Institut. “Darüber hinaus stellt den wirksamsten Schutz gegenüber Verdrängung gerade die Wohneigentumsbildung dar.” Sinnvoller sei es, das Vorkaufsrecht von Mietern zu stärken und ihnen etwa mit öffentlichen Darlehen beim Kauf zu helfen. Zudem sei das Hauptproblem das zu geringe Wohnungsangebot in den Städten, das zu steigenden Mieten und Verdrängung beitrage.

“Das Umwandlungsverbot darf nicht kommen”, forderte der bau- und wohnungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Daniel Föst. “Deutschland hat die geringste Eigentumsquote in der EU. Wir müssen den Zugang zu Wohneigentum erleichtern und nicht noch zusätzlich erschweren.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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