24. August 2020, 08:55
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Homeoffice kann Wohnungsmärkte entlasten

Der Trend zum Homeoffice kann Immobilienexperten zufolge die Wohnungsmärkte in Großstädten entlasten und eine Chance für das Umland sein. “Mit dem Arbeiten von Zuhause könnte ein größerer Umkreis um die Metropolen attraktiv werden”, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

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Wo sich die Wohnnachfrage um Städte besonders ausdehne, hängt auch von der Branchenstruktur ab: Bürojobs etwa lassen sich leicht im Homeoffice erledigen, während in der Produktion Anwesenheit erforderlich bleibt.

Wer nur zwei Mal die Woche ins Büro kommen müsse, könne auch weitere Wege zum Pendeln in Kauf nehmen. Das Homeoffice sei daher auch eine Chance für ländliche Regionen. Die Menschen bräuchten dort aber eine gute Infrastruktur mit Schulen, Kitas, schnellem Internet und auch etwas Kulturangebot. “Die Wohnungsmärkte sind schon sehr auf die Metropolen konzentriert”, sagte Vogtländer. Er erwarte zwar keinen Ansturm auf das Umland. Die Ballungsräume blieben attraktiv, da Dienstleistungsjobs in den Städten entstünden und Hochqualifizierte anzögen. “Das Einzugsgebiet der Metropolen könnte sich aber erweitern.”

Eine langfristige Zunahme des Homeoffice würde die Wohnungsnachfrage verändern, analysierte jüngst auch der Immobilienspezialist JLL. Bei einer großen Wohnkostenbelastung in der Stadt und einem hohem Preisgefälle zum Umland könnten angrenzende Regionen attraktiver werden. “Damit könnten die Kosten einer erhöhten Pendelzeit aufgewogen werden”, sagte JLL-Experte Helge Scheunemann. Zumal sich mit der Coronakrise Wohnwünsche ändern dürften: Etwa das Bedürfnis nach einem Arbeitszimmer, Garten oder Balkon und generell mehr Platz.

Wo sich die Wohnnachfrage um Städte besonders ausdehne, hängt laut der Studie von JLL auch von der Branchenstruktur ab: Bürojobs etwa lassen sich leicht im Homeoffice erledigen, während in der Produktion Anwesenheit erforderlich bleibt. Viel Ausdehnungspotenzial sehen die Experten für München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Darmstadt. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

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