14. April 2020, 18:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkauf: Nicht von “Home Staging” blenden lassen

Wer eine Immobilie verkaufen will, hat meist zwei Wünsche: Es soll schnell gehen und möglichst gewinnbringend sein. Dafür kommt immer häufiger „Home Staging“ zum Einsatz: Leer stehende Immobilien werden für Fotos und Besichtigungen trendig eingerichtet. Blenden lassen sollten sich Kaufinteressenten davon jedoch nicht.

Haus-verkauf-kauf-makler-paar-besichtigung-maklerin-shutterstock 580640611 in Immobilienkauf: Nicht von Home Staging blenden lassen

Anstelle leerer Räume präsentieren Eigentümer und Makler immer häufiger inszenierte Wohnwelten. Hier ein Designersofa, dort eine Lichtquelle, auf dem Beistelltisch schicke Accessoires. „Home Staging soll die Fantasie anregen und Kaufwünsche wecken“, sagt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. „Kaufinteressenten sollten sich aber dennoch darauf konzentrieren, welche Werte wirklich hinter dem inszenierten Ambiente stehen.“

Home Staging für höhere Preise

In den USA und Skandinavien hat sich das In-Szene-Setzen von Immobilien längst etabliert. Nicht ohne Grund. Home Staging gilt als verkaufsfördernde Werbemaßnahme, mit der sich Immobilien schätzungsweise um bis zu 15 Prozent teurer verkaufen lassen.

Spezialeffekte aus dem Computer

Das Ganze funktioniert mittlerweile auch digital. Beim sogenannten virtuellen Home Staging lässt der Anbieter die Fotos seiner Immobilie mit Bildbearbeitungssoftware am Computer aufhübschen. Ein paar Klicks, und die Wand hat eine andere Farbe, ein Kaminofen ist eingebaut, ein einladender Lehnstuhl im Raum platziert. Für die Anbieter ist das praktisch. Sie sparen sich Schönheitsreparaturen und den Möbeltransport und wecken in Immobilienportalen möglicherweise mehr Interesse. „Dass es sich um Bildmontage handelt, ist nicht auf Anhieb zu erkennen“, warnt BHW Expertin Stefanie Binder. Umso wichtiger sei die persönliche Besichtigung.

Den Wert einer Immobilie erkennen

„Geben Sie nicht zu viel auf den ersten Eindruck, sondern prüfen Sie die Substanz des Objektes“, empfiehlt die BHW Expertin. Äußerlichkeiten seien zweitrangig. Für die Kaufentscheidung sollten die Antworten auf folgende Fragen zählen: Wie alt ist die Immobilie? Stimmt die Lage? Wann ist zuletzt modernisiert worden? Wie hoch ist der Energieverbrauch?

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...