29. Mai 2020, 06:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt München: Das teuerste Einfamilienhaus kostet 13 Millionen Euro

Münchens teuerstes Einfamilienhaus kostet 13 Mio. Euro und steht in Bogenhausen. Münchens teuerster Gewerbe-Deal kostet rund eine Milliarde und kommt aus Schwabing. Das sind nur zwei Fakten, die der Gutachterausschuss, dem auch Thomas Aigner seit vielen Jahren angehört, bei der Vorstellung des Jahresberichts für den Münchner Immobilienmarkt verlautbaren ließ. Auch wenn diese beiden Transaktionen Ausnahmen darstellen: 2019 war ein Rekordjahr für den Münchner Immobilienmarkt.

TA-nym-0037 in Immobilienmarkt München: Das teuerste Einfamilienhaus kostet 13 Millionen Euro

Thomas Aigner, Aigner Immobilien

2019 war mal wieder ein Rekordjahr auf dem Münchner Immobilienmarkt mit einem Umsatz von 16,9 Mrd. Euro, einem Vertragsplus von sieben Prozent gegenüber 2018 und einem Big Deal im Gewerbesegment: Der Tucherpark am Englischen Garten wechselte Ende des vergangenen Jahres für rund eine Mrd. Euro den Besitzer. Doch auch ohne diese Transaktion hätte der Münchner Immobilienmarkt das bislang stärkste Jahr hinter sich. Das hat der Gutachterausschuss der Landeshauptstadt, dem auch der Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH, Thomas Aigner, angehört, auf einer Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Jahresberichtes verkündet. Demnach sind sowohl die Preise für Wohn- als auch für Büro- und Geschäftshausimmobilien insgesamt weiter im Aufwärtstrend, wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten: Je höher das Preisniveau, desto geringer ist die Steigerungsrate.

Eigentumswohnungen haben sich verteuert

Im Durchschnitt kostete eine 75 qm große Eigentumswohnung im Bestand in guter Wohnlage zum Jahresende 2019 in der bayerischen Landeshauptstadt rund 585.000 Euro, was einem Quadratmeterpreis von etwa 7.800 Euro entspricht (2018: 560.000 Euro; 7.500 Euro/qm). Eine Wohnung gleicher Größe und Lage kostete als Neubauobjekt rund 670.000 Euro, also ca. 8.950 Euro pro qm (2018: 630.000 Euro; 8.400 Euro/qm). Die erzielten Höchstpreise für Eigentumswohnungen lagen im vergangenen Jahr bei rund 7 Mio. Euro für eine Neubauwohnung mit 300 qm Wohnfläche in Bogenhausen bzw. bei rund 9,8 Mio. Euro für eine 370 qm große Bestandswohnung in Schwabing. Doch sind Quadratmeterpreise von 23.000 bzw. 26.000 Euro auch in München noch eher die Ausnahme.

Kaum noch Einfamilienhäuser unter einer Mio. Euro

Das darf auch für das teuerste Einfamilienhaus gelten, das 2019 den Besitzer für 13. Mio. Euro wechselte. Interessenten mussten für neugebaute Einfamilienhäuser in durchschnittlichen und guten Wohnlagen zwischen 1,1 Mio. und 3,2 Mio. Euro aufbringen. Für Bestandshäuser wurden zwischen 930.000 und 2,0 Mio. Euro fällig. Insgesamt ist das im Vergleich zu 2018 eine nur leichte Steigerung bzw. Seitbewegung im oberen Bereich.

Zehn Prozent Preissteigerung bei Grundstücken

Um rund zehn Prozent auf ca. 21 Mio. Euro kletterten die Preise im Schnitt für Grundstücke für den Geschosswohnbau in durchschnittlichen und guten Wohnlagen innerhalb eines Jahres. In Laim wechselte 2019 ein Mehrfamilienhausgrundstück sogar für rund 45 Mio. Euro den Besitzer. Von dieser Transaktion mal abgesehen, zeigen die aus den Geschossflächenpreisen pro Quadratmeter resultierenden Wohnflächenpreise von 4.350 bis 5.400 Euro/qm, wie stark sich der Bodenpreis auf die Neubauwohnungspreise niederschlägt.  

„Dennoch waren Wohnungen bzw. Wohnimmobilien in München auch 2019 unverändert stark nachgefragt. Bei Mehrfamilien-, aber auch bei Einfamilienhäusern lagen sowohl die Vertragszahlen als auch die Umsätze deutlich über dem Niveau von 2018“, berichtet Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH und Mitglied im Gutachterausschuss München. „Wir blicken gespannt auf die kommenden Monate. Die Corona-Krise spielt auf dem Münchner Immobilienmarkt bislang noch keine große Rolle. Und da der Wohnraum hier knapp ist und knapp bleibt, werden die Immobilienpreise nicht sinken. Denn die Nachfrage ist mit dem Virus ja nicht weg.“

Fotos: Aigner Immobilien, Shutterstock

 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

“Motivations-Events nicht mehr als Weiterbildung anerkannt”

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat das Papier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Finanzaufsicht Bafin zur Anerkennung der gesetzlichen Weiterbildungspflicht von Versicherungsvermittlern begrüßt. Der Verband wünscht sich aber auch Nachbesserungen.

mehr ...

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Silberhandelsvolumen schlägt Gold zum ersten Mal

Das Silberhandelsvolumen auf der Online-Handelsplattform BullionVault hat während der letzten 90 Tage 102,1% des Goldhandelsvolumens ausgemacht. Noch nie zuvor hatte der Silberhandel den Wert des gehandelten Goldvolumens überholt.

mehr ...

Berater

Genossenschaftsbanken wehren sich gegen Check24

Das Vermittlungsportal Check24 hat wegen seines Einstiegs ins Bankgeschäft Ärger mit Volks- und Genossenschaftsbanken. Der Verband der Sparda-Banken und der bayerische Genossenschaftsverband (GVB) fordern die Bundesregierung zum Einschreiten auf, weil sie einen Interessenkonflikt sehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

 Pfandkredit: Das schnelle Geld aus dem Pfandleihhaus 

Laut dem Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes (ZdP) werden jährlich über 630 Millionen Euro an Krediten von rund 250 Mitgliedsbetrieben ausbezahlt. Die etwa eine Million Kunden, die diese unbürokratischen Blitz-Kredite nutzen, kommen aus allen Schichten. In Corona-Zeiten boomt das Geschäft mit Pfandkrediten. Für wen sich eine Pfandleihe lohnt?

mehr ...