23. Juni 2020, 15:06
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Immobiliensuche im Netz: Wie Sie Betrug sicher erkennen

Das Internet ist für die Immobiliensuche heutzutage die erste Anlaufstelle und hat einiges zu bieten. Doch nicht jedes Immobilieninserat ist seriös – im Internet verstecken sich auch schwarze Schafe. Um Betrügern nicht zum Opfer zu fallen, ist es wichtig, bei der Suche nach der Traumimmobilie auf einige Punkte zu achten. Wie potenzielle Kauf- und Mietinteressenten sich schützen können und wann die Alarmglocken läuten sollten, erklärt der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler.

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Tipp 1: Keine Überweisung ohne Besichtigung

Zu den häufigsten Betrugsvorfällen auf Immobilienportalen gehört der Vorkassen-Betrug. Dabei werden oft Häuser und Wohnungen inseriert, die gar nicht existieren. Besondere Vorsicht gilt, wenn Interessenten Vermieter kontaktieren. „Lehnt ein Vermieter oder Eigentümer eine Besichtigung ab, weil er zum Beispiel im Ausland lebt und stattdessen vom Interessenten verlangt, eine Kaution für den Wohnungsschlüssel zu überweisen, sollte dieser das auf keinen Fall tun“, warnt Matthias Klauser, Chief Revenue Officer von McMakler. Meistens verlangen angebliche Vermieter die Überweisung ins Ausland mithilfe eines Dienstleisters zu tätigen, da auf diese Weise das Geld nicht nachverfolgt wird. Ist das Geld erstmal überwiesen, kommt es nicht wieder.

Tipp 2: Gefakte Angebote erkennen

Zu günstig, um wahr zu sein: Sehr niedrige Kauf- und Mietpreise können ein Indiz für gefälschte Immobilienanzeigen sein. Diese werden gerne als Köder benutzt, um viele Interessenten anzulocken. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Preise mit ähnlichen Häusern und Wohnungen zu vergleichen. „Wenn in der Objektbeschreibung Nebenkosten fehlen, Sätze und Wörter keinen Sinn ergeben oder auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler vorhanden sind sowie Fotos nicht zur Immobilienbeschreibung passen, handelt es sich bei dem Inserat höchstwahrscheinlich um einen Betrugsversuch. Bilder werden dabei oft aus Prospekten herausgesucht, während merkwürdige Sätze und Formulierungen auf die Verwendung von Übersetzungssoftware hinweisen. Diese ist bei Betrügern äußerst beliebt. Seriöse Portale wie McMakler kommunizieren in den Exposés dagegen sprachlich einwandfrei, zielgruppenorientiert und informieren Kunden bestens und ausführlich über das angebotene Objekt“, gibt Klauser mit auf den Weg.

Tipp 3: Konkrete Ansprechpartner unter die Lupe nehmen

Augen auf bei Kontaktdaten: Fehlt unter dem Angebot ein Anbieter – wie ein Makler oder eine Privatperson – sollten Kunden aufpassen. Betrüger treffen gerne schwammige Aussagen oder vertauschen Vor- und Nachnamen, damit diese wenigstens im Internet reale Treffer erbringen. Auch auffällige Domains wie „ein-Fussballspiel-hat-zwei-Halbzeiten.de“ können auf einen Betrugsversuch hinweisen. Zudem sollte mehr als eine E-Mail-Adresse angegeben sein. „Seriöse Immobilienunternehmen wie McMakler bieten Kunden an, sich ein gutes Bild von Maklern zu machen. Teammitglieder sind auf der Homepage mit Namen, Bildern und Positionen in den jeweiligen Abteilungen und Standorten gelistet“, lässt der Immobilienexperte von McMakler wissen.

Tipp 4: Vorsicht vor Phishing-Mails

Gerne versenden Betrüger im Namen von Immobilienportalen sogenannte Phishing-Mails. Diese dienen dazu, persönliche Daten der Kunden von Immobilienportalen abzufischen. In einer E-Mail werden Kunden dazu aufgefordert, sich auf einer täuschend echt aussehenden Seite mit ihren Zugangsdaten einzuloggen. Des Weiteren kann es dadurch dazu kommen, dass Schadsoftware auf dem Rechner installiert wird. In manchen Fällen werden Interessenten auch um eine Kopie ihres Personalausweises gebeten. Betrüger nutzen die so erschlichenen Daten für einen Identitätsdiebstahl und andere unlautere Geschäfte.

Tipp 5: Verstand über Emotionen

Empathie, Nachsicht, Mitleid: Drücken Menschen auf die Tränendrüse, wickeln sie andere noch schneller um den Finger. Betrüger sind unberechenbar. Sie packen emotionale Geschichten aus, wenn sie merken, dass Interessenten zweifeln. „Oft kommt dann die Geschichte von der erkrankten Mutter, die dringend auf den Erlös angewiesen ist, zum Einsatz. Oder es wird erzählt, dass der Verkäufer oder Eigentümer sich aufgrund der Pflege der totkranken Mutter im Ausland befindet und der Verkauf deshalb von außerhalb getätigt wird“, sagt Klauser von McMakler.

Tipp 6: Zügig Handeln bei Geldverlust

Merken Betroffene, dass es sich um einen Betrugsfall handelt, ist schnelles Handeln erforderlich. In diesem Fall sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden, auch wenn noch kein Schaden entstanden ist. Die Tatsache, dass Betrüger zu einer Vorzahlung auffordern genügt, um den Tatbestand des versuchten Betruges zu erfüllen und sich strafbar zu machen. Je mehr Geschädigte sich bei der Polizei melden, desto eher kann die Polizei Betrüger ausfindig machen. Haben Betroffene bereits Geld überwiesen, sollten sie umgehend die eigene Bank kontaktieren. Ist die Überweisung noch nicht vonstattengegangen, kann die Bank den Transfer noch stornieren. Anders sieht es aus, wenn das Geld schon überwiesen wurde. Überwiesenes Geld zurückzuerlangen, gestaltet sich oft sehr schwierig, da die Täter in den meisten Fällen nicht leicht auffindbar sind.

„Um andere Personen zu warnen, können Betroffene den Betrug auf Immobilienportalen melden. So fallen weniger Immobiliensuchende auf die Tricks herein“, legt Matthias Klauser von McMakler allen Immobiliensuchenden nahe.

Foto: Shutterstock

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