4. Mai 2020, 16:21
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In der Krise werden die Vorteile von Wohneigentum noch sichtbarer

Ein Haus oder eine Wohnung zu besitzen war immer eine gute Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Das gilt umso mehr in Krisenzeiten. In einem exklusiven Kommentar für cash-online erläutert IVD-Präsident Jürgen Michael Schick die Pluspunkte einer solchen Strategie.

Juergen Michael Schick Ivd in In der Krise werden die Vorteile von Wohneigentum noch sichtbarer

Jürgen Michael Schick, IVD

Neben den gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind es vor allem die wirtschaftlichen Folgen, über die viel diskutiert wird und über die sich viele Sorgen machen. Die finanzielle Unsicherheit treibt nicht nur Ökonomen und Wirtschaftspolitiker um, sondern natürlich auch viele private Haushalte. Gerade diese Unsicherheit ist es, weshalb in einer Krisenzeit wie dieser umso sichtbarer wird, welche Vorteile – finanzielle, genau wie emotionale – Wohneigentum für Privathaushalte bereithält.

Vermögen effizient aufbauen

Wenn es darum geht, warum man sich Wohneigentum anschaffen sollte, wird neben der Bedeutung für die Altersvorsorge häufig betont, dass es ein sehr guter und effizienter Weg für den privaten Vermögensaufbau ist. Das stimmt: Zehn bis fünfundzwanzig Jahre lang tilgen Wohneigentümer ihren Immobilienkredit und zahlen so Stück für Stück, Monat für Monat in ihr eigenes Vermögen ein. Dass das Medianvermögen von Immobilieneigentümern einer Bundesbank-Studie zufolge 2017 bei 277.000 Euro lag, das von Mietern dagegen nur bei 10.400 Euro, kommt nicht von ungefähr.

Wichtiger Sicherheitsfaktor

In der Krise ist dieses Vermögen ein Segen, ein wichtiger finanzieller Sicherheitsfaktor. Die wirtschaftliche Ungewissheit der aktuellen Zeit lässt sich natürlich viel leichter ertragen, wenn man ein gewisses Vermögen hinter sich weiß und sich nicht um seine Alterssicherung sorgen muss. Hinzu kommt, dass Wohneigentümer die monatlichen Aufwendungen für den Immobilienkredit langfristig planen und die Tilgungshöhe beeinflussen können: Sie haben alles in der eigenen Hand. Das sorgt für finanzielle Stabilität, und das wiederum auch für emotionale Stabilität. Die eigenen vier Wände bekommen in der Krise eine umso bedeutendere Rolle als Sicherheitsanker.

Es zeigt sich jetzt außerdem, dass Wohnimmobilien eine stabile und krisenfeste Anlageform darstellen. Seit die Corona-Pandemie begonnen hat, werden ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen und die Immobilienbranche im Konkreten analysiert und diskutiert. Von Anfang an ist man sich weitestgehend einig darin gewesen, dass der Wohnimmobiliensektor wohl mit am besten durch diese Krise gelangen dürfte.

An der Nachfrage nach Wohnraum ändert Corona nichts

Diese Einschätzung ist über die Phrase „Gewohnt wird immer“ hinaus gut begründet: An der hohen Nachfrage nach Wohnraum vor allem in den Ballungsregionen wird sich durch die Corona-Pandemie nicht viel ändern. Gleichzeitig herrscht schon seit Längerem ein Angebotsproblem, das künftig vielleicht sogar noch größer wird, weil der Wohnungsbau derzeit eingeschränkt ist. Die Mietpreise werden zwar voraussichtlich langsamer ansteigen – eine Entwicklung, die bereits vor der Krise zu beobachten war –, aber großflächige Ausfälle von Mieteinnahmen für Vermieter sind kaum zu befürchten.

Während die Aktienmärkte eine enorme Volatilität aufweisen und zwischen Absturz und Erholung hin- und herpendeln, bleibt die Wertentwicklung von deutschen Wohnimmobilien stabil. Sie werden ihrem Ruf als „sicherer Hafen“ gerecht.

Finanzielle Stabilität vieler Haushalte

Die aktuelle Krise zeigt deshalb die große Bedeutung von Wohneigentum für den privaten Vermögensaufbau und somit für die finanzielle Stabilität vieler privater Haushalte. Umso schwerer wiegt der Missstand, dass nicht einmal die Hälfte der deutschen Haushalte in den eigenen vier Wänden lebt – in allen anderen EU-Ländern ist die Wohneigentumsquote zumeist deutlich höher. Das ist ein Missstand, für den auch die Politik Verantwortung trägt, die die Förderung von Wohneigentum jahrelang vernachlässigt hat. Es ist zu hoffen, dass sich das nach der Krise ändern wird.

Foto: IVD

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