29. Mai 2020, 09:00
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Kostendruck fördert einförmigen Wohnungsbau

Kostendruck und Bürokratie tragen nach einer Analyse der Wohnungswirtschaft zur Gleichförmigkeit vieler Neubauviertel in Deutschland bei. “Beständig wachsende ökonomische Zwänge wirken sich natürlich auch auf die Gestaltung von Gebäuden aus”, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW).

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Axel Gedaschko

Der Zuzug in die Ballungsregionen mache Wohnungs- und Grundstücksflächen zum begehrten Gut, sagte Gedaschko. “Boden wird so extrem teuer, dass jeder Cent für den bezahlbaren Neubau dreimal umgedreht werden muss.” Der GdW-Präsident beklagte “steigende Normen- und Standardflut” beim Wohnungsbau. “Seit 1990 hat sich die Zahl der Bauvorschriften auf rund 20.000 vervierfacht. Das treibt die Baukosten in die Höhe und sorgt für einen immer größeren Druck aufseiten der Bauherren, möglichst effizient zu bauen.”

Der GdW ist bundesweiter Dachverband für viele Genossenschaften und kommunale Gesellschaften, die erschwingliche Wohnungen anbieten. Ein Hindernis dabei: In vielen Städten haben sich Bürgerinitiativen gebildet, die gegen die Veränderung gewachsener Stadtviertel durch gesichtslose Wohnklötze protestieren.

Zur Vereinheitlichung der Städte trägt nach Gedaschkos Einschätzung aber auch die Modernisierung der Bestandsgebäude bei. “Hier ist es vor allem der enorme Kostendruck bei der politisch stark erwünschten und klimapolitisch notwendigen energetischen Sanierung. Mieter sollen so wenig wie möglich belastet werden.” Das führe in vielen Fällen zu einer Verringerung der Vielfalt des Erscheinungsbildes.

“Druck des Mainstreams”

Ebenso wie manche Stadtplaner und Architekten sieht Gedaschko aber auch den allgemeinen Trend in der Architektur als einen Faktor: “Schaut man sich Wohn- oder auch Wirtschaftsbauten weltweit an, so stellt man rückblickend auf die vergangenen 50 bis 70 Jahre eine Internationalisierung und damit einhergehend eine Angleichung der Baustile fest”, sagte der GdW-Präsident.

Verstärkend wirkten sich dabei auch architektonische Modetrends aus: “Ziemlich zielsicher kann man anhand des Bautyps das Baujahr erkennen”, sagte Gedaschko. “Dabei gibt es einen gewissen ‘Druck des Mainstreams’, dem man sich als Planer zwar entziehen kann, aber dann nicht darauf bauen kann, noch eine Anerkennung für das Geleistete zu erhalten.” (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

1 Kommentar

  1. Falsch > Herr Gedaschko/…. < Das habe ich, nicht nur IHNEN, geschrieben/vorgerechnet u. vorgemacht! MfG

    Kommentar von Martin Biermann — 30. Mai 2020 @ 05:21

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