24. April 2020, 08:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Makler weisen deutsche Proteste gegen Mallorca-Lockdown zurück

Eine Protestaktion einiger deutscher Immobilienbesitzer gegen den Corona-Lockdown auf Mallorca schlägt auf der spanischen Urlaubsinsel immer höhere Wellen.

Shutterstock 274196384 in Makler weisen deutsche Proteste gegen Mallorca-Lockdown zurück

In Spanien (hier der Hafen von Palma de Mallorca) löste die unter anderem als arrogant empfundene Beschwerdeaktion Unmut aus.

In rund 200 Briefen an die Regionalregierung der Balearen hatten die Schreiber gefordert, trotz der Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie auf die Insel gelassen zu werden und Zugang zu ihren Urlaubswohnsitzen zu bekommen. Der einflussreiche Verband Internationaler Makler (ABINI) rechtfertigte nun die strengen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus und distanzierte sich von den Protesten.

Bei unzähligen Gesprächen mit den Kunden habe man festgestellt, dass es bei den internationalen Residenten andere Stimmen gebe. Die Liebe zu den Balearen sei “intakt”, heißt es in einem offenen Brief. “Die große Mehrheit der befragten Personen unterstützt das Engagement zum Schutz der Gesundheit als absolute Priorität, und sie respektiert die geltenden europäischen und spanischen Gesetze, um die Covid-19-Erkrankung zu stoppen”, so der Verband, der den Deutschen Hans Lenz als Vorsitzenden hat.

Zuvor hatte Regionalpräsidentin Francina Armengol den Protest der Briefeschreiber zurückgewiesen. Die derzeit in Spanien geltenden Regeln, die unter anderem das Aufsuchen des Zweitwohnsitzes untersagen, müssten für alle Bürger unabhängig von ihrer Nationalität gelten.

“Vertrauen der Investoren nicht zerstören”

Die Briefe trafen innerhalb weniger Tage ein und hatten alle einen identischen oder sehr ähnlichen Inhalt, wie die Regionalregierung bestätigte. Darin heißt es, man habe “ernste Zweifel an der Rechtssicherheit in Spanien”. Armengol wurde aufgerufen, das “Vertrauen der Investoren nicht zu zerstören” und bei der Zentralregierung in Madrid darauf hinzuwirken, dass die Balearen von der strikten Ausgangssperre ausgenommen werden.

In Spanien löste die unter anderem als arrogant empfundene Beschwerdeaktion Unmut aus. Die “Mallorca Zeitung” sprach von “Brandbriefen”, das Blatt “El País” von “Drohungen”. Armengol reagierte diplomatisch: Sie verwies auf die engen Beziehungen zwischen Mallorca und Deutschland und schrieb, man bemühe sich um eine allmähliche und sichere Rückkehr zur Normalität. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...