6. August 2020, 15:25
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Mikroapartments als Einstieg in den Vermögensaufbau

Mikro-Wohnungen erlebten in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg in der Beliebtheitsskala von Investoren – bis die Corona-Pandemie diesen Trend stoppte und viele Kapitalanleger ihre Investitionsentscheidungen auf Eis legten. Nun zieht die Nachfrage nach kompakten 1- bis 1,5-Zimmer-Apartments in zentralen Berliner Lagen wieder spürbar an – auch bedingt durch die vergleichsweise niedrigen Einstiegspreise und den Mangel an anderen, sicheren Anlageklassen.

PURE Visualisierung ZIEGERTBank-undImmobilienconsulting Interior-Kopie in Mikroapartments als Einstieg in den Vermögensaufbau

Visualisierung des Projekts “Pure” von Ziegert

„Die Verunsicherung bei vielen Investoren ist der Zuversicht gewichen. Denn der deutsche Wohnimmobilienmarkt erwies sich insgesamt als krisenresistent sowie wertstabiler als andere Anlageformen wie beispielsweise Aktien. Die Finanzierungsbedingungen sind zudem auf selten niedrigem Niveau. Viele Kapitalanleger – auch internationale – haben nur darauf gewartet, wieder in den als „Safe Haven“ geltenden Markt einzusteigen“, betont Sven Henkes, CEO von Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH.

Gründe für das gesteigerte Interesse an Mikro-Wohnungen

Die Gründe für das wiederaufflammende Interesse sind vielfältig. Neben günstiger Finanzierungsoptionen und dem Mangel an Investitionsalternativen sind Mikroapartments der ideale Einstieg zum Aufbau eines Vermögensportfolios. Die Investitionssumme ist relativ klein, das Risiko gering. Liegt das Objekt in zentraler, gut angebundener Lage in einem Ballungszentrum wie Berlin, ist eine gute und schnelle Vermietbarkeit gegeben, hinzu kommt das Wertsteigerungspotenzial.

Sven Henkes: „Der Trend zu Mikroapartments wird sich in Großstädten langfristig nicht abschwächen. Wohnraummangel bleibt insbesondere in Berlin über alle Größen hinweg bestehen. Die Leerstandsquote liegt unter 1 %. Wichtig ist, dass die geringe Wohnfläche optimal genutzt wird, sodass die Bedürfnisse der künftigen Bewohner bestmöglich erfüllt werden. Hierzu bedarf es einer optimalen Planung von Anfang an mit cleveren Grundrissen, aber auch einem passenden Einrichtungskonzept.“

Mikroapartments – eigengenutzt oder als Kapitalanlage?

Microflats bieten sich beispielsweise als urbaner Zweitwohnsitz an, beispielsweise für Personen, die sonst in einer ländlichen Gegend wohnen. Zudem sind sie auch ideal für Studenten und Young Professionals. Bei der Entscheidung für ein Mikroapartment, das nicht eigengenutzt werden soll, ist insbesondere in Berlin darauf zu achten, ob es unter den Mietendeckel fällt. Während Neubauten fünf Jahre davon ausgenommen sind, fallen ältere Projekte unter die Deckelung.

Dr. Clemens Paschke, CEO von EverEstate: „Der Mietendeckel – der höchstwahrscheinlich als verfassungswidrig gekippt wird – stellt nur dann ein Problem dar, wenn der Preis pro Quadratmeter nicht in Balance zur möglichen, erzielbaren Miet-Rendite steht. Dies muss im Einzelfall durchgerechnet werden. Gerade bei Wohnungen in guten Berliner Lagen gibt es weiterhin attraktive Wertsteigerungspotenziale.“

Foto: Ziegert

 

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