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Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

Im Nachgang zu dem am 14. Mai vom Bundestag beschlossenen Gesetz über die hälftige Teilung der Maklerkosten zwischen Käufer und Verkäufer fordert das Immobilienmaklernetzwerk Re/Max Germany eine gesetzliche Sachkundeprüfung für den Maklerberuf. Neben dem Käufer, für den die Kaufnebenkosten sinken, sieht das Immobilienmaklernetzwerk den gut ausgebildeten und professionell arbeitenden Makler als Gewinner der Neuregelung.

Kurt Friedl, CEO und Gesellschafter von Re/Max Germany: „Durch die Gesetzesneuregelung ist ein großer Schritt zur Professionalisierung des Maklerberufs gemacht. Für eine intensivere Qualitätssicherung des Berufsbildes fordern wir zudem eine gesetzliche Sachkundeprüfung. In Deutschland fehlen hierfür bisher die gesetzlichen Grundlagen, da zur Ausübung des Maklerberufs kein Examen oder Meisterbrief erforderlich ist. Re/Max Makler in Deutschland verpflichten sich jedoch bereits – nach umfassender Ausbildung an unserer eigenen Trainingsakademie – eine IHK-Prüfung abzulegen. Hierzu kooperieren wir bereits seit vielen Jahren mit der IHK Stuttgart“.

Gesetz bewertet die Arbeit des Maklers angemessen

Neben dem Käufer sind laut Re/Max Germany all diejenigen Makler Gewinner der einheitlichen, deutschlandweiten Neuregelung der Maklercourtage, die mit ihrer qualifizierten und professionellen Arbeit ihre Kunden bedienen und sich damit von den übrigen Maklern abheben. Als Verlierer gehen dagegen alle Beteiligten am Markt hervor, die bisher in der Auftragsakquise beim Besteller (Verkäufer) zur Erlangung eines Auftrags ihre Dienste honorarfrei angeboten haben und dafür ihre Provision auf den Käufer abwälzten. Nach der neuen Gesetzesregelung wäre bei honorarfreier Auftragslage für den Besteller (Verkäufer) der Makler somit nicht berechtigt, honorarpflichtig für den Käufer tätig zu werden.

Friedl: „Das neue Gesetz ist auch deswegen wichtig, weil es die Arbeit des Maklers angemessen bewertet. Makler schaffen für beide Parteien einen Mehrwert. Eine Studie des Berliner Consulting-Unternehmens DIW Econ im Auftrag führender Maklerunternehmen belegt, dass Makler insbesondere Käufern Vorteile verschaffen, da die von ihnen ermittelten Immobilienpreise marktgerecht beurteilt werden“.

Neuregelung als gute und gerechte Lösung

Re/Max Germany sieht in der Neuregelung der Maklercourtage eine gute und gerechte Lösung, denn sie stellt einen fairen Interessensausgleich zwischen Verkäufer, Käufer und Makler dar. „Wir befinden uns, auch nach der Coronakrise, anhaltend in einem Verkäufermarkt mit einer starken Verhandlungsposition des Verkäufers gegenüber dem Käufer und dem Makler“, sagt Friedl. „Durch das neue Gesetz ist der Käufer als Verbraucher nun automatisch besser geschützt, da er fortan maximal die gleiche Provision bezahlt, die der Verkäufer mit dem Makler verhandelt hat“, ergänzt Friedl. Damit sinken in den Bundesländern, in denen die Maklerkosten traditionell bisher nicht geteilt wurden, künftig für Immobilienkäufer die Kaufnebenkosten, was den Erwerb von Immobilieneigentum erleichtert.

Keine Auswirkungen auf das eigene Maklernetzwerk

Für das Immobilienmaklernetzwerk erwartet Samina Julevic, COO von Re/Max Germany, durch die Neuregelung keine großen Auswirkungen, da seit jeher Re/Max Makler in der Ausbildung darauf trainiert werden, dass beide Parteien, also Verkäufer und Käufer, je zur Hälfte die Provision bezahlen. Für den Verkäufer beinhaltet die Maklertätigkeit in erster Linie die Verkaufsaufbereitung, das Marketing und die Verkaufsabwicklung, für den Käufer die Beschaffung der Objektunterlagen sowie die Darlegung der Objekttransparenz. Zusätzlich werden beide Vertragspartner bei der Abwicklung der Immobilientransaktion beim Notar vom Makler begleitet. Da der Makler den gleichen Aufwand für beide Seiten hat, ist der Provisionssplit gerechtfertigt.

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