21. April 2020, 11:17
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Online-Tool zeigt Höhe staatlicher Zuschüsse für neue Heizung

Seit Anfang 2020 unterstützt der Staat den Einbau von energieeffizienter und klimaschonender Heiztechnik in noch größerem Maße als bisher. Wer modernisiert, spart also nicht nur Geld durch sinkende Heizkosten, sondern bekommt auch einen großen Teil der Investitionssumme geschenkt. Welche Förderung in welcher Höhe möglich ist, zeigt ein neues Online-Tool.

Heizung in Online-Tool zeigt Höhe staatlicher Zuschüsse für neue Heizung

Mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt gehen im Durchschnitt auf das Konto von Heizung und Warmwasser. Eigentümer können also ihre Energiekosten erheblich senken, indem sie genau dort ansetzen. Der Einbau moderner Heiztechnik und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien reduzieren Kosten und entlasten zugleich das Klima. Die Bundesregierung hat deshalb im Klimapaket von Ende 2019 deutlich höhere Zuschüsse für die Heizungsmodernisierung beschlossen.

Beispielsweise können Immobilienbesitzer, die derzeit mit Öl heizen, für den Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Pelletheizung seit Januar 2020 einen Zuschuss von 45 Prozent erhalten. Der Staat übernimmt also knapp die Hälfte der Investitionskosten. „Mit den verbesserten Fördermöglichkeiten lohnt sich der Schritt hin zur klimafreundlichen Heizung jetzt noch mehr“, betont Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik.

„Intelligent fördern“: Online-Tool ermöglicht schnelle Kostenkalkulation 

Die Fördermittel für eine neue Heizung auf Basis erneuerbarer Energien beantragen Verbraucher über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei gilt: Je klimaschonender das neue Heizsystem, desto mehr Förderung gibt es. Wie hoch der Zuschuss je nach System und Höhe der Investitionskosten voraussichtlich ausfällt, können Verbraucher ab sofort mit dem kostenlosen Online-Tool „Intelligent fördern“ ermitteln. „Wir haben gemeinsam mit unseren Verbandsmitgliedern ein einfach zu bedienendes Tool entwickelt. Damit lässt sich die Höhe der BAFA-Förderung sowohl bei einer Sanierung als auch im Neubau schnell errechnen“, erklärt VdZ-Geschäftsführerin Kerstin Vogt.

Nach Eingabe der aktuellen Heizungsart und des gewünschten neuen Systems gibt das Tool die verbleibenden Investitionskosten abzüglich des Zuschusses aus. Je nach Heizsystem sind bereits Durchschnittspreise für Anschaffung und Einbau einer neuen Heizung im Einfamilienhaus vorgegeben. Die Investitionssumme lässt sich aber auch individuell anpassen. Neben dem Online-Tool bietet die VdZ die App „Intelligent fördern“ an, die sich insbesondere an Fachhandwerker und Berater richtet.

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Vor dem Einbau meiner neuen Gastherme habe ich mich beraten lassen. Ich war bei einem Beratungstermin bei Vaillant, die haben mir auch geholfen mit den Förderungen. Mir gezeigt was machbar ist und was nicht. In einer Mietwohnung natürlich nicht so viel wie in einem eigenen Haus aber dennoch gibt es auch hier Möglichkeiten. Finde so eine Beratung sollte man vorher schon machen. Die Leute kennen sich aus und sind sehr kompetent auch was die Förderungen anbelangt. Auf eigene Faust ist man da schnell mal überfordert und blickt schnell mal nicht mehr durch. Kann nur dazu raten sich beraten zu lassen.

    Kommentar von Peter Hober — 22. April 2020 @ 10:35

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