30. April 2020, 12:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Project: Im Q1 keine Krisensignale im Wohnungsneubau

Angesichts der Corona-Krise sind bestimmte Debatten auf dem Immobilienmarkt, so beispielsweise Enteignungen oder Mietendeckel, aus dem Rampenlicht gerückt. Die Marktanalyse von Project Research über die Preisentwicklung im Wohnungsneubau im ersten Quartal 2020 untermauert indes eine stabile Entwicklung.

20180409 Portrait Matthias Schindler Druck in Project: Im Q1 keine Krisensignale im Wohnungsneubau

Matthias Schindler, Project Real Estate: “Bislang keinerlei Auswirkungen der Corona-Krise”.

In vielen deutschen Großstädten sowie in Wien notieren die Wohnungsangebotspreise weiterhin auf einem ähnlichen oder sogar leicht höheren Niveau, heißt es in einer Unternehmensmitteilung des Immobilien und Asset Managers Project Investment Gruppe. “Unsere eigens durchgeführten März-Recherchen, die speziell je nach Standort zwischen Anfang und Ende März erfolgten, zeigen bislang keinerlei Auswirkungen der Corona-Krise, weder bezüglich der Verkaufspreise noch bezüglich der verkauften Einheiten. Es kam lediglich zu vereinzelten Vertriebsstopps”, sagt Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der Project Real Estate AG.

Den Spitzenplatz in Bezug auf den Anstieg der Kaufpreise im Neubau mit zweistelligen Zuwachsraten im ersten Quartal 2020 belegt die Dommetropole Köln mit 11,9 Prozent auf 5.970 Euro pro Quadratmeter. Erst danach rangieren die Hansestadt Hamburg mit einem Plus von 11 Prozent und Bayerns Landeshauptstadt München mit 10,6 Prozent.

München über 10.000 Euro

Während Hamburgs Kaufpreise im Mittel bei 6.608 Euro pro Quadratmeter liegen, stiegen die Preise in München sowohl in günstigen wie auch in teuren Stadtteilen auf einen Mittelwert von 10.603 Euro. München behauptet damit wieder einmal seine starke Stellung und legt auf einem hohen Niveau erneut zu. Köln dagegen nimmt nun schon im zweiten Quartal in Folge eine ähnliche Entwicklung wie Nürnberg, wo wegen der geringen Gesamtzahl an Objekten einzelne Projekte einen großen Effekt auf das Preisniveau haben.

Mit moderaten einstelligen Zuwachsraten stiegen die Kaufpreise zuletzt in Frankfurt um 4,5 Prozent auf 7.727 Euro und Düsseldorf um 5,6 Prozent auf 7.339 Euro pro Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr. Während speziell in Düsseldorf das niedrige Angebot eine Rolle bei dieser Entwicklung spielt, bestätigt sich im Stadtgebiet Frankfurts der Trend einer Verlangsamung des Wachstums. Das Umland hingegen verzeichnet ein Kaufpreisplus, so beispielsweise Wiesbaden mit 14,2 Prozent. In der City selbst können der noble Stadtteil Sachsenhausen und das Ostend zweistellige Zuwächse verbuchen.

Berlin: Starker Preisanstieg in gefragten Bezirken

Mit einer ähnlichen Wachstumsquote reiht sich die Bundeshauptstadt ein, deren jährliches Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zu den vergangenen Auswertungen auf jetzt 6.864 Euro pro Quadratmeter niedriger ausfällt. Dies liegt Project Research zufolge an einer mehrere Monate andauernden Preisstagnation im Herbst 2019. Allerdings herrschen an der Spree große Preisunterschiede, gute Lagen notieren weiterhin zweistellige Zuwachsraten. “Derzeit gibt es unterm Strich in Berlin weniger Objektgelegenheiten in hochpreisigen Lagen, dafür wächst der Neubau in günstigeren Bezirken. Das erklärt die leicht gesunkenen Zuwachsraten”, resümiert Schindler.

In der österreichischen Hauptstadt Wien setzt sich mit einem Plus von 7,5 Prozent auf nun 5.980 Euro pro Quadratmeter ein stetiges Preiswachstum fort, wobei besonders die Außenbezirke Preissprünge aufweisen. Dort liegt das Gros der Neubauobjekte. In gehobenen Bezirken stiegen die Preise um bis zu 22,4 Prozent, selbst einfachere Lagen legten um 11,2 Prozent zu.

Neubaumieten wachsen weniger – außer Berlin und Düsseldorf

Während sich in der Auswertung des vergangenen Quartals Ende 2019 bezüglich der Neubaumieten noch ein volatiles Bild ergab, zeichnet sich mit Ausnahme von Berlin, wo die vom Mietendeckel nicht betroffenen Neubaumieten weiterhin kräftig ansteigen, nun mehr ein klarerer Trend ab: Neubaumieten wachsen zumeist weniger als die Kaufpreise. Einzig Düsseldorf konnte nach Jahren der Abwärtstendenz im ersten Quartal dieses Jahres ein Mietwachstumsplus von 11,5 Prozent verzeichnen und liegt mit dieser Quote vor allen anderen Metropolen.

Im Bereich des Wohnungsbestands sind unterm Strich in allen untersuchten Städten lediglich moderate Preisentwicklungen sichtbar. Am oberen Ende verzeichnet München mit einem Plus von 4,5 Prozent ein bedeutendes Wachstum mit durchschnittlichen Mieten von erstmals über 20 Euro pro Quadratmeter. Am unteren Ende steht Wien mit einem Minus von 2,2 Prozent.

Project Research analysiert quartalsweise  die Angebotskaufpreise im privat finanzierten Geschosswohnungsbau für die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Wien.

Foto: Project

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grüne wollen Marktmacht der großen Wirtschaftsprüfer aufbrechen

Die Grünen wollen die Marktmacht der vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aufbrechen. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Paus, sagte, öffentliche Aufträge müssten auch an mittelständische Wirtschaftsprüfer gehen. Außerdem forderte sie eine strikte Trennung von Beratung und Wirtschaftsprüfung.

mehr ...

Immobilien

Prognose: Immobilienmarkt trotzt der Coronakrise

Der Immobilienboom in Deutschland wird nach Einschätzung von Fachleuten der Coronakrise weiter trotzen. Ein großer Teil der Treiber bleibe trotz der Pandemie intakt, heißt es in einer Prognose des Hamburger Gewos Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung.

mehr ...

Investmentfonds

Ninty One sieht bei Aktien die Schwellenländer ganz vorne

Im Aktienbereich bieten der Fondsgesellschaft Ninety One zufolge aktuell vor allem Schwellenländerwerte interessante Anlagemöglichkeiten. Daher bevorzugt die Gesellschaft entsprechende Aktien momentan gegenüber europäischen und US-Werten. Zur Begründung verweisen die Experten unter anderem auf die bislang effektivere Bekämpfung der Corona-Krise in den Emerging Markets, verglichen mit anderen Regionen.

mehr ...

Berater

Allianz Private Krankenversicherung überarbeitet Optionstarif Option Flexi Med

Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) hat ihren Optionstarif Option Flexi Med überarbeitet. Ab sofort werden allen Kunden volle Kalenderjahre, die sie in diesem Tarif versichert sind, als so genannte „leistungsfreie Zeit“ gutgeschrieben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate: Mega-Deal mit ehemaligem Quelle-Areal in Nürnberg

Der Immobilien- und Investment-Manager Corestate Capital Group hat den Hauptabschnitt der Trophy-Quartiersentwicklung “The Q” in Nürnberg für einen Fonds der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) erworben. Das Investitionsvolumen der Transaktion beläuft sich auf über 300 Millionen Euro. 

mehr ...

Recht

Freiwilligendienste zählen auch für die Rente

Freiwilligendienste und freiwilliger Wehrdienst gelten als Beschäftigung. Wer sich hier engagiert, tut zugleich etwas für sein Rentenkonto. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

mehr ...