22. Mai 2020, 09:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Regierungsberater fürchten Überlastung bei Wohnkosten

Wegen der Corona-Pandemie könnten viele Bürger Probleme bei der Zahlung von Miete, Strom- und Heizkosten bekommen. Berater der Bundesregierung gehen davon aus, dass die beschlossenen Maßnahmen zum Schutz von Mietern nicht genügen werden.

Shutterstock 1523326748 in Regierungsberater fürchten Überlastung bei Wohnkosten

Dem Sachverständigenrat zufolge können Mieter ohne Rücklagen im Schnitt bereits ab monatlichen Einbußen von 100 Euro ihre Wohnkosten nicht mehr voll stemmen. Bei Eigentümern beginne die Überlastung ab einem Verlust von 450 Euro im Monat.

Ihre finanzielle Situation müsse “weit über das Ende der aktuellen Krise hinaus” im Blick bleiben, erklärt der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen in einer aktuellen Studie.

Zuletzt hatte der Bundestag beschlossen, dass Mietern, die wegen der Corona-Pandemie ihre Miete nicht zahlen können, bis Ende Juni nicht gekündigt werden darf. Zinsen für Immobiliendarlehen können in dieser Zeit zudem gestundet werden. Verbraucher-Staatssekretärin Margaretha Sudhof kündigte an: “Auch die weiteren Auswirkungen der Krise im Bereich des Wohnens werden wir genau beobachten.”

Durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit haben viele Menschen derzeit weniger Einkommen. Dem Sachverständigenrat zufolge können Mieter ohne Rücklagen im Schnitt bereits ab monatlichen Einbußen von 100 Euro ihre Wohnkosten nicht mehr voll stemmen. Bei Eigentümern beginne die Überlastung ab einem Verlust von 450 Euro im Monat. Selbst Mieter mit finanziellen Rücklagen seien überlastet, wenn sie 400 Euro weniger verdienten. Wie viele Haushalte das in der Coronakrise genau betreffen werde, sei noch nicht absehbar.

Geld für die Bürger in die Hand nehmen

“Dass Deutschland die Pandemie aus medizinischer Sicht gut in den Griff bekommen hat, heißt nicht, dass die Krise überwunden wäre”, betonte Studienautor Gert Wagner. Nicht nur die Wirtschaft habe Probleme, die mit Milliardenbeträgen bekämpft werden müssten – auch für die Bürger müsse Geld in die Hand genommen werden.

Die Belastung eines Haushalts durch die Wohnkosten wird ermittelt, indem man Miete, Hypothekenzinsen, Heiz- und andere Nebenkosten ins Verhältnis zum Nettoeinkommen stellt. Ab einem Wert von 40 Prozent gilt ein Haushalt als finanziell überlastet. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Führungswechsel bei Mobilversichert

Sechs Jahre nach dem Startschuss verlässt Gründer und CEO Manuel Ströh zum 31. Mai 2020 die Munich General Insurance Services GmbH, die unter der Marke Mobilversichert bekannt ist. Das Brokertech wurde im Februar 2019 von Prinas Montan GmbH, einer Tochter der Degussa Bank, erworben. Der Weggang von Ströh geschieht nach Unternehmensangaben in beiderseitigem Einvernehmen.

mehr ...

Immobilien

Immobilienmarkt München: Das teuerste Einfamilienhaus kostet 13 Millionen Euro

Münchens teuerstes Einfamilienhaus kostet 13 Mio. Euro und steht in Bogenhausen. Münchens teuerster Gewerbe-Deal kostet rund eine Milliarde und kommt aus Schwabing. Das sind nur zwei Fakten, die der Gutachterausschuss, dem auch Thomas Aigner seit vielen Jahren angehört, bei der Vorstellung des Jahresberichts für den Münchner Immobilienmarkt verlautbaren ließ. Auch wenn diese beiden Transaktionen Ausnahmen darstellen: 2019 war ein Rekordjahr für den Münchner Immobilienmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

Gold: “Im Laufe des Jahres erwarten wir weitere Preissteigerungen”

Christian Brenner, Geschäftsführer der philoro Edelmetalle GmbH in Deutschland, kommentiert die aktuelle Lage am Goldmarkt. Der Edelmetall-Experte berichtet von den jüngstenErfahrungen aus dem stationären Handel und dem veränderten Kaufmotiv der Kunden. Christian Brenner erklärt, warum der Goldpreis trotz aktuellen Höchstständen weiterhin zulegen wird, gibt einen Einblick, wie es um Verfügbarkeiten, Münzanstalten und Lieferketten steht und wagt einen Ausblick auf die weitere Marktentwicklung.

mehr ...

Berater

JDC: “Steuern erstaunlich gut durch die Krise”

Die JDC Group konnte ihren Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2020 um 17 Prozent auf 31,4 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 24 Prozent auf 2,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 34 Prozent auf 1,1 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: Worauf sich Eigentümer einstellen müssen

Derzeit heiß im Bundestag diskutiert: Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) soll modernisiert werden. Die angesetzten Änderungen treffen nicht nur auf Zuspruch. Denn unter anderem spricht der aktuelle Gesetzesentwurf den Verwaltern von Wohnungseigentümergemeinschaften mehr Macht zu, was schnell zu Streitigkeiten unter den Wohnungseigentümern führen kann. Die wichtigsten Fakten zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes und worauf Wohnungseigentümer künftig achten sollten, hat der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler zusammengefasst.

mehr ...