12. Juli 2020, 05:31
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Remote statt tot: Wie Digitalisierung dem Makler mehr Servicequalität verleiht

Die Chance in der Krise: Die aktuelle Corona-Situation zeigt, wie wichtig kompromisslose Digitalisierung auch für das klassische People-Business sein kann. Wohnungsbesichtigungen am Laptop, Exposés aus dem heimischen Arbeitszimmer, Beratung per Zoom-Call…Wie digital ist die Maklerlandschaft wirklich? Ein Kommentar von Sebastian Wagner, Gründer und CEO von Hausgold.

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Sebastian Wagner, Hausgold

Fakt ist: Noch vor der Krise waren die meisten Makler offline unterwegs. Haben vorbildlich ihre Exposés ausgedruckt, sind damit zum Kunden oder den Besichtigungen gefahren, haben sich vor Ort ihre handschriftlichen Notizen gemacht und später im Büro ihre Termine koordiniert. Digital waren die wenigsten, abgesehen von normaler E-Mail Korrespondenz. Aber weshalb? Vielleicht aus dem Grund, weil der Hausverkauf eine emotionale Sache ist und die meisten Verkäufer „ihren“ Makler persönlich kennenlernen wollen? Vertrieb ohne den persönlichen Kontakt war bis dato meiner Meinung nach in der Branche schwierig. Dann kam Corona und alles wurde anders, naja zumindest vieles.

Digitale Vorteile in der Krise

Man muss sich mal vorstellen: Wenn ein Makler im Schnitt 10 Objekte im Jahr verkauft und plötzlich 2-3 Monate wegbrechen durch eine Krise wie Corona, dann sieht er sich gezwungen, neue, und in diesem Falle digitale Wege auszuprobieren. Mittlerweile nutzen viele Makler Online-Tools, bieten zum Beispiel virtuelle Rundgänge an als auch Beratungs- und Kennenlerngespräche via Video-Call. Die Makler haben gelernt, wie man online ein Haus präsentiert und sie haben weitere Vorteile der Digitalisierung erkannt. Virtuelle Rundgänge zum Beispiel dünnen die Zahl der Interessenten schon vorab aus. Nur wirklich Interessierte vereinbaren dafür einen Termin. So müssen am Ende nur ein paar Besichtigungen durchgeführt werden – was auch wieder eine Zeitersparnis für den Makler und auch den Verkäufer bedeutet.

Weiterer Vorteil: Die Besichtigungen via Video sind fokussierter und effizienter. Und sowohl Interessent als auch Makler konzentrieren sich mehr auf die Person ihm gegenüber. Außerdem haben auch Interessenten aus dem Ausland oder zumindest aus einer anderen Stadt die Möglichkeit, sich die Immobilie anzuschauen, ohne direkt vor Ort zu sein. Das bedeutet am Ende: Eine höhere Anzahl an qualifizierten Kaufinteressenten trägt entscheidend dazu bei, den Immobilienverkauf zügig zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Digitale Immobilienrundgänge bieten also eine sehr gute Verkaufsmöglichkeit für Eigentümer. Meiner Meinung nach war es nur eine Frage der Zeit – oder eine Frage von Corona, bis sich dieser Art der Immobilienbesichtigung angenommen wird. Was heißt das für die Branche? Eigentlich braucht ein Makler gar nicht mehr ins Office fahren, kann alles von unterwegs aus machen.

Wir als Proptech-Startup sind ja schon von Haus aus sehr digital und innovativ. Wir haben dem Makler auch schon vor der Krise ein Tool an die Hand gegeben, um seine Arbeitsprozesse zu vereinfachen und vor allem diese mobil durchführen zu können. Mit unserem Online-Tool und der dazu passenden App helfen wir dem Makler, noch digitaler zu werden. Über die App ist alles ersichtlich, was für den Verkaufsprozess nötig ist. Die diversen anderen Tools komplettieren die Services, die ein Makler nutzen kann. In Summe kann ich also sagen: Durch die Krise wurde der Vorgang der Digitalisierung beschleunigt.

Woran wir das sehen? Die Zugriffe auf unsere Hausgold-App haben sich während der Krise verdoppelt – das spricht eindeutig für sich. Durch Corona waren jetzt einfach viele Makler dazu gezwungen quasi über Nacht digital zu werden.

Wachstum der Proptechs ist enorm

Das bedeutet im Umkehrschluss: Das Wachstumspotenzial in der Proptech-Szene ist weiterhin enorm und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Corona Krise auf die Entwicklung der Proptech-Szene auswirken wird und welche Bereiche davon auch in Zukunft profitieren.

Foto: Hausgold

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