15. Juni 2020, 14:43
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Wohnungen: Kaufen günstiger als Mieten

In vielen deutschen Großstädten sind die Preise für Eigentumswohnungen in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Dabei ist die Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren wie Berlin nach wie vor deutlich größer als das Angebot. In der Hauptstadt fehlen jährlich beispielsweise tausende Wohnungen. Gleichzeitig bleibt die Immobilienfinanzierung durch ein anhaltend niedriges Zinsniveau günstig. Insgesamt sprechen diese Faktoren dafür, eine Immobilie zu kaufen anstatt zu mieten – auch jetzt in Corona-Zeiten.
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Bereits in der weltweiten Finanzkrise 2008/2009 hat sich gezeigt, dass der deutsche Wohnimmobilienmarkt im Vergleich zu anderen europäischen Märkten besonders krisenfest ist. Grund dafür ist ein restriktives Kreditsystem und ein außerordentlich solides Umfeld. „Es bestätigt sich, dass Wohnimmobilien in Ballungszentren wie Berlin krisenresistent sind. Die Preise sinken nicht, das Interesse am Grundbedürfnis Wohnen hat sich durch die Corona-Pandemie sogar noch verstärkt – auch durch das gestiegene Bedürfnis nach einem sicheren und attraktiven Rückzugsort zum Leben und Arbeiten“, sagt Sven Henkes, CEO der Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH.

Kaufen ist günstiger als Mieten

Eigentümer profitieren maßgeblich von der Stabilität des deutschen Immobilienmarkts. Dies belegen auch die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Hierbei hat das IW die Wohnkosten beim Eigentumserwerb mit Mietkosten verglichen und herausgefunden, dass die Vorteilhaftigkeit von Wohneigentum bei 48,5 Prozent liegt.*

Maßgeblich dafür sind die anhaltend niedrigen Zinsen, die sich sogar bei steigenden Kaufpreisen noch auszahlen würden. Dazu sagt Till McCourt, Head of Research der Ziegert Group: „Die niedrigen Kreditzinsen sorgen auch dafür, dass beim Wohneigentumserwerb die finanzielle Belastung des Haushalts zumeist noch nicht so hoch ist wie noch zu Beginn der 1990er Jahre oder davor.“

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Die monatliche Zinsbelastung ist niedriger als die Mietzahlung

Wie Eigentümer von den Niedrigzinsen im Detail profitieren, erklärt Olaf Grumm, Head of Finance Consulting bei ZIEGERT: „Bei einer Vollfinanzierung und einem angenommenen Kaufpreis von 8.000 Euro pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung in sehr guter Berliner Lage liegt die Zinsbelastung je nach Zinsbindung zwischen 8 und 9,50 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Zinssatz von 1,3 Prozent hätte der Käufer beispielsweise eine Zinsbelastung von 8,50 Euro pro Quadratmeter, bei 1,5 Prozent von 10 Euro. Diese ist vergleichbar mit der Nettokaltmiete einer gleichwertigen Neubauwohnung zur Miete in derselben Lage, die realistischerweise 14 bis 18 Euro pro Quadratmeter kosten würde und somit höher wäre.“

Wohnimmobilien als beste finanzielle Absicherung im Alter

Abgesehen von der deutlichen finanziellen Einsparung durch niedrige Zinsen ist der Kauf einer Immobilie nach wie vor die beste und vor allem bewährteste Form der Altersvorsorge. Denn: „Die monatliche Tilgung ist gleichzusetzen mit dem Vermögensaufbau. Das Geld wandert quasi von der linken in die rechte Hosentasche des Immobilienkäufers, denn am Ende gehört ihm die Immobilie ja“, so Grumm. Dennoch ist es natürlich unerlässlich, sich in Sachen Vermögensaufbau ausführlich beraten zu lassen und die individuell passende Immobilie und Finanzierungsoption zu finden.

Foto: Ziegert

1 Kommentar

  1. Tooop

    Kommentar von Yacin — 15. Juni 2020 @ 21:52

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