30. November 2009, 14:59
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Aviva: Unternehmensanleihen weiterhin lukrativ

Sollte es zu weiteren Rückschlägen in der wirtschaftlichen Entwicklung kommen, dann wird das auch an Anleihen nicht spurlos vorüber gehen. Danach sehe es aber eher nicht aus, erklärt Mark Wauton, Head of Credit bei der Fondsgesellschaft Aviva. Vielmehr erwartet er einen langsamen aber lange andauernden Aufschwung.

Geld-204 240-shut-15882187-127x150 in Aviva: Unternehmensanleihen weiterhin lukrativ„Dies würde sich positiv auf Unternehmensanleihen auswirken und dazu führen, dass sich die Spreads weiter einengen“, erklärt Wauton. „Allerdings mit einer deutlich niedrigeren Rate als wir das in den letzten sechs Monaten erlebt haben.“

Dank der starken, von der Angst vor einer möglichen Inflation getrieben Nachfrage der Investoren haben sich nach Einschätzung Wautons indexgebundene Staatsanleihen im Oktober besser entwickelt als gewöhnliche Staatsanleihen. Speziell in Großbritannien spreche vieles für eine Inflation.

Hinzu kommen vermehrt Zweifel, dass die Zentralbanken mit ihrer Politik nicht ganz richtig liegen. „Nichtsdestotrotz erwarten wir für das Jahr 2010 keinen Anstieg der Zinsen. Wir rechnen vielmehr mit einer Korrektur bei risikoreichen Anlagen, wenn sich herausstellen sollte, dass die aktuelle Rallye nicht nachhaltig ist“, erklärt Wauton.

Anleihen aus Schwellenländern haben eine Rallye-Pause eingelegt. „Die derzeit beste Performance ist in Ländern zu sehen, die stark von den Rohstoffmärkten abhängen, wie etwa Indien und China“, sagt der Anleihen-Experte. Denn Gold und Öl boomen wieder. Die hohe Bewertung irritiert Wauton nicht. „Auch wenn sich Schwellenländeranleihen auf einem Preisniveau bewegen, das im historischen Kontext als hoch anzusehen ist, bleiben Investitionen in diesen Ländern weiterhin interessant. Denn konkurrierende Anlageformen, wie etwa Schatzbriefe oder Geldmarktfonds, bringen bei einem Zinssatz von null Prozent in den USA nur sehr geringe Renditen und bieten wenig Aufwärtspotenzial.“

Anleihen schlechterer Qualität haben in den letzten sechs Monaten die höchste Rendite erreicht. Investment Grade Anleihen aus der Eurozone und aus Großbritannien glänzten mit Erträgen von gut 15 Prozent beziehungsweise 24 Prozent. Im Oktober haben sich die Renditen allerdings mit 0,9 Prozent für Investment Grade Corporate Bonds aus Europa und 0,8 Prozent für den Iboxx Sterling wieder normalisiert. (mr)

Foto: Shutterstock

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