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Interesse an Öko-Investments deutlich gestiegen

Grüne Investments werden immer wichtiger. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger interessiert sich für ökologische Geldanlagen. Über ein Viertel der Privatanleger ist bereits investiert.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag der DZ Bank im Vorfeld der Kopenhagener Weltklimakonferenz durchgeführt hat.

Damit haben ökologische Geldanlagen in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Gegenüber Mai 2008 stieg der Anteil der Befragten, für die Geldanlagen nach ökologischen Kriterien in Frage kommen, von 48 auf 55 Prozent. Lediglich 17 Prozent der 1.026 Teilnehmer können sich Engagements in Öko-Investments nicht vorstellen.

„Das zunehmende Interesse an Geldanlagen nach ökologischen Kriterien ist kein Modetrend, sondern eine nachhaltige Entwicklung. Und sie wird sich vor dem Hintergrund der Diskussion um den Klimawandel fortsetzen“ erklärt Matthias Kinttof, Abteilungsleiter und Produktentwickler im Privatkundengeschäft der DZ Bank.

Mangel an Informationen und Angebot

Dass rund die Hälfte der Anleger mit Interesse an ökologische Geldanlagen noch nicht in diesem Bereich investiert ist, liegt der Studie zufolge vor allem am Mangel an Informationen und am Angebot.

So erklärten 80 Prozent derjenigen, die sich für ein Öko-Investment interessierten aber noch keines besitzen, ihre Bank habe ihnen bislang noch kein ökologisches Anlageprodukt angeboten. Drei Viertel fühlen sich darüber hinaus generell zu wenig über diese Anlagemöglichkeiten informiert, und für knapp zwei Drittel sind sie zu intransparent.

Rund die Hälfte bemängelt, die Produkte seien zu kompliziert. Ebenso viele verweisen darauf, dass das Angebot an ökologischen Anlageprodukten noch nicht ausreichend sei. 45 Prozent stört das Chancen-Risiko-Profil der Produkte. (hb)

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