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Studie: Nachhaltige Geldanlagen trotzen der Krise

Trotz des gebremsten Wirtschaftswachstums während der letzten zwei Jahre hat das Angebot an nachhaltigen Investments kontinuierlich zugelegt. Inzwischen hat der europäische Markt ein Volumen von etwa fünf Billionen Euro, wie die Analyse “2010 European SRI Study” des Eurosif (European Sustainable and Responsible Investment Forum) zeigt.

Die Studienautoren kommen zu Schluss, dass die anhaltende Finanzkrise und Desaster wie die Umweltkatastrophe um Deepwater Horizon im Golf von Mexiko viele Investoren wachgerüttelt haben. Dadurch seien sich die Anleger mittlerweile stärker der Notwendigkeit bewusst, die Themen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (englisch: Environment, Social, Governance, kurz ESG) bei ihren Investitions-Entscheidungen zu berücksichtigen.

Das in nachhaltigen Investments verwaltete Vermögen kletterte der Analyse nach seit 2008 von 2,7 auf fünf Billionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 87 Prozent. Institutionelle Investoren bleiben mit einem Anteil von 92 Prozent die wichtigste Antriebskraft im europäischen Markt. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass der Anteil der Privatinvestoren seit 2008 leicht angestiegen ist – vor allem in Österreich, Belgien, Frankreich und Deutschland.

Mit einem Anteil von 53 Prozent sind festverzinsliche Wertpapiere mittlerweile die wichtigste Anlageklasse im nachhaltigen Segment. Der Anteil an Aktien ist dagegen auf 33 Prozent zurückgegangen. Mikrofinanzprodukte beginnen ebenfalls Interesse bei nachhaltigen Investoren zu wecken. Eurosif sagt dieser nachhaltigen Anlageklasse ein schnelles Wachstum voraus, da Investoren die Integration von ESG-Kriterien in immer mehr Bereichen einfordern.

Die mit Unterstützung der Finanzdienstleister Amundi, BNP Paribas Investment Partners, Crédit Agricole Cheuvreux und Edmond de Rothschild Asset Management durchgeführte Studie basiert auf Selbstauskünften von Vermögensverwaltern und Vermögensinhabern. (hb)

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