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Swisscanto erwartet steigende Wasserpreise

Die Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto will Anleger vom weiteren Abbau des Staates profitieren lassen. “In Anbetracht der steigenden Staatsverschuldung dürfte sich der Trend zur Privatisierung der Wasserversorger weiter verstärken. Das bietet Anlegern mittel- und langfristig interessante Investmentchancen”, sagt Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest.

Wagner spricht davon, dass gegenwärtig nur “staatliche Quersubventionen” den niedrigen Wasserpreis ermöglichen. Steigende Wasserpreise sollen nun für Rendite sorgen, aber nicht die Bevölkerung belasten: “Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Privatisierungen ist die Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten – gerade in den Schwellenländern. Wasser muss auch für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen bezahlbar bleiben.”

Deren Wasser soll weiterhin subventioniert werden: “Eine sinnvolle Möglichkeit sind zum Beispiel gestaffelte Tarife. Hier könnten die ersten 50 Liter – das entspricht dem täglichen Pro-Kopf-Grundbedarf für Hygiene und Ernährung – dem Verbraucher zu einem tiefen Preis zur Verfügung gestellt werden. Der darüber hinausgehende Wasserverbrauch würde dann schrittweise höher berechnet”, so Wagner.

Neben der Trinkwasserversorgung sieht Wagner “enorme Investmentchancen” in der Abwasseraufbereitung und den dazugehörigen Technologien: “Schwellenländer wie China werden in den nächsten Jahren nicht nur zusätzliche Kläranlagen bauen, sondern auch die Effizienz der bestehenden Anlagen signifikant verbessern. Ich erwarte daher, dass sich in China die Effizienz bei den Kläranlagen deutlich steigern wird, was sich positiv auf die Nachfrage nach moderner Wasserreinigungstechnologie auswirken wird.”

Außerdem: “Es wird künftig von großer Bedeutung sein, den Wasserverbrauch deutlich zu senken – aufgrund der generellen Verknappung und des wahrscheinlichen Preisanstiegs. Statt der ineffizienten Bewässerung von Ackerflächen mit Kanalsystemen und Flutungsverfahren wird sich die so genannte Tröpfchen-Bewässerung verstärkt durchsetzen und deren Hersteller davon profitieren. Wasser mit seinen zahlreichen Teilsegmenten avanciert zu einem immer wichtigeren Investmentthema und Anleger sollten langfristig am Wachstum der entsprechenden Unternehmen profitieren”, so Wagner. (mr)

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