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Börse Hamburg: Fondshandel steigt deutlich

An der Börse Hamburg haben im August Fondsanteile im Volumen von 200,7 Millionen Euro die Besitzer gewechselt. Damit verzeichnete der Handelsplatz seinen umsatzstärksten Monat im laufenden Jahr. Im Juli wurden lediglich Fonds im Wert von 131,0 Millionen Euro gehandelt.

Börse Hamburg

“Insbesondere Anfang des Monats ist der Umsatz sprunghaft gestiegen. Das ist auf die Kursstürze an den Börsen aufgrund von Inflationsängsten und den Staatsschuldenkrisen zurückzuführen”, sagt Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. “Privatanleger haben sich von ihren Wertpapieranlagen getrennt, um Gewinne zu sichern oder weitere Verluste zu vermeiden.”

An der Spitze der Liste der umsatzstärksten Fonds behaupten sich weiterhin Immobilienfonds, die für Mittelabzüge gesperrt sind. Den regsten Handel verbuchte der CS Euroreal [1] mit einem Umsatz von 27,9 Millionen Euro. Der SEB Immoinvest belegte mit 20,5 Millionen Euro den zweiten Platz. Die Kapitalanlagegesellschaft hatte angekündigt, den derzeit eingefrorenen Fonds noch in diesem Jahr wieder zu öffnen [2], was zu besonders großem Anlegerinteresse führte.

“Der Unterschied zwischen dem Börsenpreis und dem Rücknahmepreis der Kapitalanlagegesellschaft hat sich durch die höhere Nachfrage verringert”, sagt Christine Lutz, Maklerin bei der Schnigge Wertpapierhandelsbank. Nun erhofften sich die Anleger eine Wiedereröffnung des Fonds ohne nennenswerte Abschläge und kauften an der Börse relativ günstige Anteile.

Unter den Top-10 nach Umsatz befanden sich neben weiteren Immobilienfonds der vor der Abwicklung stehende Immobiliendachfonds Premium Management Immobilien-Anlagen [3] sowie die beiden Aktienfonds Carmignac [4] Patrimoine und Stuttgarter-Aktien-Fonds. (hb)

Foto: Börse Hamburg