Anzeige
29. März 2011, 12:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Franklin Templeton: Anleger wollen international investieren

Die Bereitschaft, Geld auch außerhalb des eigenen Heimatlandes zu investieren, steigt bei Anlegern weltweit. Für die nächsten zehn Jahre planen deutlich mehr Privatkunden als bislang Investitionen im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Fondsgesellschaft Franklin Templeton unter mehr als 13.000 Anlegern.

Petronas-Towers-127x150 in Franklin Templeton: Anleger wollen international investierenKonkret wollen laut der Erhebung rund die Hälfte der Befragten noch in diesem Jahr im Ausland investieren. In den nächsten zehn Jahren ziehen dies bereits 62 Prozent in Erwägung.

Rund 60 Prozent der Befragten weltweit gaben an, dass sie für 2011 einen Anstieg des Aktienmarktes ihres Heimatlands erwarten. Allerdings sind nur ein Drittel der Auffassung, dass dieser auch im Vergleich zu anderen Ländern besser abschneiden wird.

In Deutschland investieren laut Studie lediglich 36 Prozent auch außerhalb der Bundesgrenzen. Der Home Bias könne laut Franklin-Analyse aber abnehmen, da 80 Prozent aller in Deutschland Befragten für die nächsten zehn Jahre bessere Möglichkeiten für Aktien und Anleihen außerhalb Deutschlands sehen. Globale Investments planen hierzulande 43 Prozent für 2011, 49 Prozent für das nächste Jahrzehnt.

Geographische Streuung immer wichtiger

Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton Investment Services GmbH in Frankfurt: „Anlegern in Deutschland scheint die geografische Streuung ihrer Anlagen immer wichtiger zu werden.”

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Frage, ob Schwellenländer oder Industrienationen die besten Anlagechancen böten. Eine Mehrheit in Asien (86 Prozent) und Lateinamerika (61 Prozent) glaubt, dass in den nächsten zehn Jahren die größten Möglichkeiten in Emerging Markets zu finden sein werden. In den USA und Kanada sind es dagegen nur 37 Prozent.

Auf die Frage nach den lukrativsten Märkten nannte die Hälfte der deutschen Befragten Schwellenländer, vor allem Länder in Asien.

Ahnungslose Privatkunden

“Der durch die Finanzkrise bedingte Tiefpunkt an den Aktienmärkten liegt nun zwei Jahre hinter uns. Doch die meisten Befragten scheinen die Renditechancen an den Aktienmärkten nach wie vor pessimistisch einzuschätzen”, sagt Peter Stowasser, Director Sales Retail der Franklin Templeton Investment Services GmbH: “In Deutschland glauben 55 Prozent der Befragten, dass der Dax 2010 Verluste hinnehmen musste oder das Jahr zumindest unverändert beendete.” Tatsächlich hat dieser im vergangenen Kalenderjahr 16 Prozent zugelegt.

Außerdem waren knapp zwei Drittel aller Befragten hierzulande der Auffassung, der Dax habe eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie die Indizes im Rest der Welt. Zwar habe der Dax gut abgeschnitten, sei aber von der Entwicklung in den Schwellenmärkten deutlich übertroffen  worden (MSCI EM: 27,6 Prozent), so Stowasser: „Dieser Gegensatz zwischen Wahrnehmung und Realität ist ein erstaunliches Ergebnis der Umfrage. Es verdeutlicht der Fondsbranche und Beratern, wie wichtig es ist, mit Privatanlegern professionell und regelmäßig über Marktentwicklungen und Chancen globaler Anlagestreuung zu sprechen.“ (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Lebensversicherung: Deutliche Entlastungen schon 2018

Lange Zeit war unklar, wann und in welchem Maße die Politik die Lebensversicherer bei der Berechnungssystematik zur Zinszusatzreserve (ZZR) entlasten will. Nun liegt jedoch ein konkreter Referentenentwurf vom Bundesfinanzministerium (BMF) vor.

mehr ...

Immobilien

Das sind die wichtigsten Anforderungen von Immobilienkäufern

Eine ruhige Lage, viel Freizeitangebot oder doch schnelles Internet? Der Finanzdienstleister Dr. Klein hat die Bundesbürger gefragt, welche Faktoren ihnen beim Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung am wichtigsten sind.

mehr ...

Investmentfonds

Diese Entwicklungen bedrohen die Aktienmärkte Europas

Die europäischen Aktienmärkte werden von allen Seiten bedroht. Nicht nur innerhalb der EU gibt es politische und wirtschaftliche  Probleme, die Stabilität der Märkte wird auch von außerhalb bedroht. Gastbeitrag von Dr. Eduard Baitinger, Feri

mehr ...

Berater

Hauptstadtmesse: Viele Fragen, viele Antworten

130 Aussteller, 80 Fachvorträge, Besucherzahlen mindestens auf Vorjahresniveau: Im Berliner Estrel-Hotel ging gestern die 9. Hauptstadtmesse des Maklerpools Fondsfinanz über die Bühne. Besonders die Panels zu Rechtsthemen wie IDD und DSGVO waren gut besucht. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer WP-Prüfungsstandard für Vermögensanlagen

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat einen neuen Standard für die Prüfung von Prospekten für Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz verabschiedet. Die WP-Gutachten sind damit für Anleger tabu.

mehr ...

Recht

Bindet der Mietvertrag auch den Ehepartner?

Wenn nur ein Ehepartner einen Mietvertrag unterschreibt, ist der andere nicht automatisch daran gebunden. Auch dann nicht, wenn sein Name im Mietvertrag genannt ist. Der Vermieter kann also nicht die Ehefrau verklagen, weil ihr Mann, der den Vertrag unterschrieben hat, keine Miete mehr zahlt. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Stuttgart.

mehr ...