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Franklin Templeton: Anleger wollen international investieren

Die Bereitschaft, Geld auch außerhalb des eigenen Heimatlandes zu investieren, steigt bei Anlegern weltweit. Für die nächsten zehn Jahre planen deutlich mehr Privatkunden als bislang Investitionen im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Fondsgesellschaft Franklin Templeton unter mehr als 13.000 Anlegern.

Petronas-Towers-127x150 in Franklin Templeton: Anleger wollen international investieren [1]Konkret wollen laut der Erhebung rund die Hälfte der Befragten noch in diesem Jahr im Ausland investieren. In den nächsten zehn Jahren ziehen dies bereits 62 Prozent in Erwägung.

Rund 60 Prozent der Befragten weltweit gaben an, dass sie für 2011 einen Anstieg des Aktienmarktes ihres Heimatlands erwarten. Allerdings sind nur ein Drittel der Auffassung, dass dieser auch im Vergleich zu anderen Ländern besser abschneiden wird.

In Deutschland investieren laut Studie lediglich 36 Prozent auch außerhalb der Bundesgrenzen. Der Home Bias könne laut Franklin-Analyse aber abnehmen, da 80 Prozent aller in Deutschland Befragten für die nächsten zehn Jahre bessere Möglichkeiten für Aktien und Anleihen außerhalb Deutschlands sehen. Globale Investments planen hierzulande 43 Prozent für 2011, 49 Prozent für das nächste Jahrzehnt.

Geographische Streuung immer wichtiger

Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton Investment Services GmbH in Frankfurt: „Anlegern in Deutschland scheint die geografische Streuung ihrer Anlagen immer wichtiger zu werden.”

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Frage, ob Schwellenländer oder Industrienationen die besten Anlagechancen böten. Eine Mehrheit in Asien (86 Prozent) und Lateinamerika (61 Prozent) glaubt, dass in den nächsten zehn Jahren die größten Möglichkeiten in Emerging Markets zu finden sein werden. In den USA und Kanada sind es dagegen nur 37 Prozent.

Auf die Frage nach den lukrativsten Märkten nannte die Hälfte der deutschen Befragten Schwellenländer, vor allem Länder in Asien.

Ahnungslose Privatkunden

“Der durch die Finanzkrise bedingte Tiefpunkt an den Aktienmärkten liegt nun zwei Jahre hinter uns. Doch die meisten Befragten scheinen die Renditechancen an den Aktienmärkten nach wie vor pessimistisch einzuschätzen”, sagt Peter Stowasser, Director Sales Retail der Franklin Templeton Investment Services GmbH: “In Deutschland glauben 55 Prozent der Befragten, dass der Dax 2010 Verluste hinnehmen musste oder das Jahr zumindest unverändert beendete.” Tatsächlich hat dieser im vergangenen Kalenderjahr 16 Prozent zugelegt.

Außerdem waren knapp zwei Drittel aller Befragten hierzulande der Auffassung, der Dax habe eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie die Indizes im Rest der Welt. Zwar habe der Dax gut abgeschnitten, sei aber von der Entwicklung in den Schwellenmärkten deutlich übertroffen  worden (MSCI EM: 27,6 Prozent), so Stowasser: „Dieser Gegensatz zwischen Wahrnehmung und Realität ist ein erstaunliches Ergebnis der Umfrage. Es verdeutlicht der Fondsbranche und Beratern, wie wichtig es ist, mit Privatanlegern professionell und regelmäßig über Marktentwicklungen und Chancen globaler Anlagestreuung zu sprechen.“ (mr)

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