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Pioneer Investments: US-Wachstum sicher

Die US-Ökonomie wird weiter wachsen, eine Rezession zeichnet sich nicht ab. Zu dieser Einschätzung kommt John Carey, Fondsmanager des U.S. Pioneer Fund. Unter anderem soll der Einzelhandel zu den Gewinnern zählen.

Einer der Haupttreiber für das US-Wirtschaftswachstum der kommenden zwölf bis 24 Monate sei der große Nachholbedarf beim privaten Konsum, wie der erfahrene Fondsmanager bestätigt: „Von der Konsumnachfrage profitieren unter anderem der US-Einzelhandel sowie Kreditkartenanbieter.“

Weitere Impulse erhalte die Wirtschaft der Vereinigten Staaten durch gesunkene Rohstoffpreise und den schwachen Dollar. „Der günstige Dollar-Kurs hilft vor allem der US-Exportwirtschaft“, so Carey.

Unter den US-Einzelhändlern hält Carey die beiden Konzerne Macy’s und Target für besonders aussichtsreich. An einem zunehmenden Konsum wiederum kann auch die Kreditwirtschaft partizipieren: “Die Kreditkartenanbieter American Express und Discover Financial Services sind  interessante Aktien. Das Geschäft mit Verbraucherkrediten hat sich in den vergangenen Jahren wieder erholt, die Ausfallrate in diesem Bereich ist gesunken“, so der Investment-Profi. Vielversprechend sei darüber hinaus auch der IT-Sektor, da viele Unternehmen ihre Ausrüstung modernisieren müssen, ebenso wie der Health-Care-Sektor.

Wirtschaftsdaten fallen solide aus

Grundsätzlich hält Carey die Lage vieler US-Unternehmen besser als die Stimmung: „Corporate Amerika verfügt derzeit über gesunde Bilanzen. Die Firmen können sich zu günstigen Konditionen Kapital beschaffen, die Dividenden steigen. Als ertragsorientierter Value-Investor freut mich diese Entwicklung.“

Die Prognose des Fondsmanagers lautet: „Wenn man diese Faktoren berücksichtigt, bleibt das US-Wachstum intakt, selbst wenn es schwächer ausfällt, als in früheren Erholungsphasen. Die größten Risiken für das Wachstum sind psychologischer Natur. Wenn die Leute sich zu viele Sorgen machen, schlägt sich das irgendwann auch zwangsläufig in der Wirtschaft nieder. Doch dazu besteht derzeit aus fundamentaler Sicht kein Anlass.”

„Viele wirtschaftliche Fehlentwicklungen, die gewöhnlich zu einer Rezession führen, gibt es derzeit in den USA nicht“, betont der Fondsmanager. So seien weder die Lagerbestände extrem hoch, noch die Börsen oder der Immobilienmarkt überbewertet. Der Verschuldungsgrad der US-Unternehmen sei ebenfalls gering und auch die Investitionstätigkeit nicht massiv eingebrochen. (mr)

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