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RADA – die Strategie für jedes „Börsenwetter“

Das Geheimnis einer langfristig erfolgreichen Anlagestrategie besteht vor allem darin, allzu große zwischenzeitliche Verluste zu vermeiden, um diese anschließend nicht erst wieder mühsam aufholen zu müssen.

Leider scheitern die meisten Strategien bereits an dieser wichtigen Einstiegshürde, da sie dem Auf und Ab an den Börsen häufig zu unmittelbar folgen und dem Anleger dadurch zumindest längerfristig keinen echten Mehrwert liefern können. Stattdessen funktionieren sie wenn überhaupt nur partiell in speziellen Marktphasen bzw. lediglich über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Kein Wunder, dass es in den vergangenen Jahren um sogenannte „Allwetter-Strategien“ gerade in den immer schwieriger werdenden Märkten mehr und mehr still geworden ist.

Ein Ansatz, der sich auch von den diversen Krisenszenarien seit Ende 2007 niemals aus der Bahn werfen ließ, stellt die sogenannte Risk Adjusted Dynamic Alpha- oder kurz „RADA“-Strategie der UBS dar, die auf dem gleichnamigen vom hauseigenen Research entwickelten Indikator beruht.

Die relativ komplexe Vorgehensweise mit voller Dividendenanrechnung misst dabei auf täglicher Basis in einem ersten Schritt über einen acht Kennziffern (Volatilität, Credit Spreads, Währungsschwankungen, Renditeunterschiede verschiedener Aktienklassen etc.) enthaltenden Indikator Risikobereitschaft, Stimmung und Aktienpositionierung des Marktes.

Die eigentliche Anlage im zugrundeliegenden Index wird dann im zweiten Schritt anhand des jeweiligen Indikatorwertes vorgenommen. Fällt dieser sehr hoch oder sehr niedrig aus, was auf einen überkauften bzw. überverkauften Markt hindeutet, oder liefert er kein klares Ergebnis, wird das Kapital am Geldmarkt geparkt. Nimmt der Indikator aber einen moderat positiven bzw. entsprechend negativen Wert an, investiert der Ansatz in eine Long- bzw. Short-Position.

Seite 2: Vorsichtiges Agieren führt langfristig zum Erfolg [1]

Anders als bei so manchem erst nach der Finanzkrise 2008 emittierten Ansatz, der sich nach der anschließend wieder sehr starken Aufholbewegung des Marktes seiner besonderen Qualitäten rühmen durfte, wurden auf die RADA-Strategie noch „pünktlich“ zu Krisenbeginn im September 2007 zwei Endlos-Zertifikate auf Basis des DAX und des Euro STOXX 50 aufgelegt. Der bisherige „Track Record“ vermittelt deshalb einen weitaus realistischeren Eindruck von den tatsächlichen Fähigkeiten der beiden UBS-Papiere.

Dabei ging die Strategie, in Übertreibungs- und Unsicherheits-Phasen, das „Pulver“ trocken zu halten, bislang sowohl in der deutschen, als auch der europäischen Variante mit Kursgewinnen seit Emission von deutlich über 50 bzw. mehr als 20 Prozent voll auf, während die zugrundeliegenden Indizes über den gleichen Zeitraum Verluste von knapp 14 (DAX) bzw. über 34 Prozent (Euro STOXX 50 Performance-Index) hinnehmen mussten.

Wie die imposante Outperformance von über 50 bzw. mehr als 60 Prozent zeigt, ein klares Indiz dafür, dass vorsichtiges Agieren langfristig zum Erfolg führt, selbst wenn man als Anleger nicht gleich jedem Trend hinterherläuft und mehrfache Hebel einsetzt. Beeindruckend auch die gegenüber offensiven Strategien wie z.B. Trendfolgern wie dem TSI-Modell der Deutschen Bank deutlich geringere Volatilität des Ansatzes, den sich die UBS mit einer Risk-Management-Gebühr von einem Prozent p.a. sicherlich auch nicht zu teuer bezahlen lässt. Die hohe Performance-Fee von so manch anderem deutlich schlechter arbeitenden Produkt erscheint vor diesem Hintergrund fast schon ungehörig.

Der BörseGo Tipp: Die RADA-Zertifikate gehören auf Strategieebene zu den wenigen Lichtblicken am Markt und können trotz einiger kleinerer Verlustphasen aus heutiger Sicht uneingeschränkt für ein längerfristiges Engagement am Aktienmarkt empfohlen werden.

Autor: Armin Geier, www.godmode-trader.de/zertifikate [2]