DAX-Zins-Zertifikat: Für ein paar Prozentpunkte mehr

Spätestens seit dem Beginn der Schuldenkrise ist der Begriff „Sicherheit“ relativ. Erwiesen sich beispielsweise Staatspapiere früher als „Fels in der Brandung“ eines Portfolios und sorgten für eine risikolose Rendite, so stehen sie mittlerweile eher für ein renditeloses Risiko. Abhilfe schaffen könnte das DAX-Zins-Zertifikat.

ZertifikatAnleger müssen sich deshalb auch nach anderen Asset-Klassen umsehen, um einer negativen Realverzinsung zu entgehen, wobei Aktien als Sachkapital trotz ihrer vielzitierten Alternativlosigkeit auch ein erhebliches Kursrisiko in sich bergen.

Da der Markt für Tages- und Termingeld allerdings nach wie vor wenig hergibt, bleibt konservativen Investoren kaum etwas anderes übrig, als risikomäßig einen Gang höher zu schalten. Kein Wunder, dass insbesondere der Zertifikatemarkt mit den verschiedensten Formen von Zinsprodukten davon profitiert, auch wenn sich Anleger damit natürlich ein zusätzliches Emittentenrisiko mit ins Depot holen.

Ein Trend, der abgesehen von den zahlreichen strukturierten Anleihen mit vollständigem Kapitalschutz momentan von mehreren Anbietern gespielt wird, besteht in Zins-Papieren, die regelmäßig einen etwas höheren Kupon fix auszahlen, deren Rückzahlung allerdings dafür an die Wertentwicklung eines Aktienindex geknüpft ist.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Indexanleihen ist hier jedoch eine zusätzliche Barriere mit einem exorbitant hohen Sicherheitsabstand eingezogen, der eigentlich nur im Falle eines Zusammenbruchs der Finanzmärkte in Gefahr geraten sollte.

DAX als Basiswert

Zwei aktuelle Produkte kommen unter der Bezeichnung „Deutschland-Anleihe“ von der BayernLB und der Credit Suisse, wobei als Basiswert der DAX fungiert. Die Laufzeit ist bei beiden Produkten mit fünf Jahren gleich, allerdings liegt der jährlich sicher ausgezahlte Kupon mit 4,10 Prozent bei dem Schweizer Papier um 10 Basispunkte höher als bei der bayerischen Ausgabe.

Seite 2: Zertifikat: Bei Absturz volles Risiko

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