- Finanznachrichten auf Cash.Online - https://www.cash-online.de -

Öl-Investment mit „Super-Airbag“

Der Ölpreis kam in den vergangenen drei Monaten mit einem Minus von mehr als 22 Prozent stark unter die Räder, nachdem er zuvor aufgrund der Eskalation des Israel-Iran- Konflikts entsprechend nach oben geklettert war.

Kein Wunder, dass Thorsten Pröttel von der Landesbank Baden-Württemberg gegenüber dem „Deutschen Anlegerfernsehen“ in der Entspannung der Lage am Persischen Golf das Hauptargument für den aktuellen Kurssturz sieht.

Weitere Gründe vermutet der Rohstoff-Experte in der Unsicherheit durch die Staatsschuldenkrise, sowie in den zunehmenden Wachstumssorgen in weiten Teilen der Welt, darunter auch in den USA und sogar in wichtigen Schwellenländern wie China und Indien.

Außerdem steht den Nachfrageproblemen auf der anderen Seite ein unvermindert hohes Angebot gegenüber, wollte die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) doch ihr sowieso schon mit 31,6 Mio. Barrel pro Tag über der Zielvorgabe von 30 Mio. Barrel liegendes Produktionsniveau sogar noch anheben, entschloss sich zuletzt aber doch wieder zu einer Rückführung auf 30 Mio. Barrel Tagesförderung.

Die Entscheidung zu einer Produktionssenkung könnte jetzt ein stabilisierendes Element bei der weiteren Ölpreisentwicklung darstellen. Außerdem belaufen sich die durchschnittlichen Förderkosten mittlerweile auf rund 80 US-Dollar bei Brent und bilden so eine Art natürliche Preisuntergrenze, zumal die Produzenten dabei auch noch entsprechende Gewinnmargen einkalkulieren müssen.

Pröttel geht in seinen Prognosen zunächst von einem leichten Anstieg bis auf 100 US-Dollar, sowie von einer bis Mitte 2013 anhaltenden Seitwärtsentwicklung aus, wenn es nicht aufgrund der Eurokrise zu einem allgemeinen konjunkturellen Abschwung kommen sollte, der die Ölnotierung noch einmal stark unter Druck bringen könnte. Langfristig erwartet er in jedem Fall weitere Preisanstiege.

Wer bei Erdöl gerade die Langfristkarte spielen will, bekommt mit der neuen noch bis 31. Juli zeichenbaren, 5-jährigen Airbag-Anleihe der Credit Suisse genau das richtige Werkzeug in die Hand.

Das Besondere an dem Zertifikat ist seine intelligente „Airbag“-Absicherung, die den Teilschutz anders als beim „Bonus“ erst am finalen Bewertungstag bei Fälligkeit auf den Prüfstand stellt, egal wie sich der Ölpreis vorher entwickelt hat.

Der eigentliche Vorteil liegt jedoch darin, dass aufgrund der Konstruktion mittels eines sogenannten „Call-Spreads“ zwischen Nulllinie und Absicherungsniveau, tatsächliche Verluste immer um einen bestimmten Faktor geringer ausfallen als bei einem Direktinvestment, selbst wenn der hier mit 50 Prozent äußerst komfortable Teilschutz nicht mehr voll wirkt und die genau bei dieser Marke fixierte Barriere am Ende unterschritten wird.

Seite zwei: Möglichkeit einer Seitwärtsrendite entfällt [1]

Für den Anleger bedeutet das, bis zu einer Kurshalbierung von Brent erhält er zunächst den vollen Schutz und bei Fälligkeit immer noch den Nennbetrag zu 100 Prozent zurückerstattet. Fällt die Notierung beispielsweise um 60 Prozent, würde er noch 80 Prozent (40% x 2) des Nominals, bei einem Verlust von 70 Prozent immer noch 60 Prozent (30% x 2) ausgezahlt bekommen. Erst bei einem theoretischen Ölpreis von Null US-Dollar, wäre der Investor wieder genauso gestellt wie ein Direktanleger.

Gegenüber den meisten Bonus-Papieren entfällt bei einem Airbag-Zertifikat allerdings von vornherein die Möglichkeit einer Seitwärtsrendite, so dass der Basiswert auch tatsächlich steigen muss, um überhaupt eine Rendite erzielen zu können.

Im vorliegenden Fall kann der Anleger in den nächsten fünf Jahren eine mögliche Preisverdopplung von Brent-Öl eins zu eins mitnehmen, bevor ein bei mindestens 200 Prozent des Auflageniveaus festzulegender Cap weitere Kurszuwächse automatisch abriegelt.

Der Besitzer eines einfachen Öl-Trackers wäre also erst ab dieser Marke gegenüber dem Airbag-Investor im Vorteil. Aufgrund des zusätzlichen Quanto-Mechanismus spielt bei dem Zertifikat das EUR/USD-Wechselkursverhältnis keine Rolle.

Da sich das Papier auf den Brent 1-Monats-Future bezieht, unterliegt der Basiswert grundsätzlich der Rollsystematik, die allerdings aufgrund der vorherrschenden Backwardation-Situation momentan für den Anleger spricht.

Der BörseGo Tipp: Das neue Produkt eignet sich für den längerfristig orientierten Investor, der nach dem deutlichem Kursrücksetzer in den nächsten Jahren wieder mit steigenden Ölnotierungen rechnet, aber selbst bei starken Preisrückgängen nicht „leer“ ausgehen möchte.

Der eingebaute „Airbag“ sorgt dabei für eine umfassende Absicherungslösung, wobei auf dem aktuellen Niveau sogar bei einem Fall bis unter die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel bei Brent kein Verlust entstehen würde. Aufgrund des hohen Ausgabeaufschlages könnte sich ein Einstieg erst nach Zeichnungsende anbieten.

Autor: Armin Geier, www.godmode-trader.de/zertifikate [2]